09.04.2013, 10:26 Uhr

Krebs Dramatische Erklärung: Warum Markus Sackmann nicht mehr antritt

Verleihung Bundesverdienstkreuz am Bande, Staatssekretär Markus Sackmann Foto: Isa FoltinVerleihung Bundesverdienstkreuz am Bande, Staatssekretär Markus Sackmann Foto: Isa Foltin

Dramatische Erklärung: Der Roding Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Markus Sackmann wird wegen einer Krebserkrankung nicht mehr für ein Mandat kandidieren. Die persönliche Erklärung Sackmanns erweckt Trauer und Entsetzen.

REGENSBURG _25 RODING Die Erklärung Sackmanns im Wortlaut:

„Nach intensiver Beratung mit meinen Fachärzten, ausführlichen Gesprächen mit meiner Familie und nach reiflicher Überlegung komme ich mit schwerem Herzen, aber innerer Festigkeit zu dem Entschluss, dass mich nicht erneut um das Landtags-Direktmandat im Landkreis Cham bewerben werde. Noch bin ich von meiner heimtückischen Krankheit nicht vollständig genesen und meine Gesundung, auch aus Verantwortung gegenüber meiner Familie, muss im Vordergrund stehen. Weil die Arbeit für unseren ebenso herrlichen wie großen Landkreis die volle Aufmerksamkeit und Schaffenskraft braucht und der Wahlkampf um ein Direktmandat für mich nicht so ohne weiteres zusätzlich zu den Staatssekretärsaufgaben zu bewältigen ist, möchte ich den Freiraum für eine Nachfolgeregelung im Landtagsstimmkreis schaffen. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken bei Verwandten und Freunden, bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Cham und der Oberpfalz, bei unserem Ministerpräsidenten, bei Parteifreunden und Mitstreitern aus anderen Parteien und Gruppierungen, bei Persönlichkeiten aus Verbänden und Organisationen, bei zahlreichen Bekannten im Alltag und auf Facebook. Sie alle haben mir in den vergangen Monaten durch ihren Zuspruch und ihre Gedanken Kraft gegeben und mich ein großes Stück getragen. Ich hoffe, dass sie alle mich bis zu meiner Gesundung weiterhin durch ihre guten Wünsche unterstützen. Mein gesamtes Leben war und bleibt durch die politische Arbeit für eine bessere Zukunft geprägt. Noch ist es verfrüht, ein Resümee meiner Stimmkreisarbeit zu ziehen. Aber der Rückblick auf viele Erfolge für meine Heimat, für den ländlichen Raum, für das Ehrenamt, für Menschen die Arbeit suchen oder in Not geraten sind, geben mir die Gewissheit, dass ich die Aufgabe mit einem guten Gewissen übergeben kann. Ich werde ein politischer Mensch mit einem Herz für seine Heimat bleiben. Wie schnell die Gesundung verläuft und an welcher Stelle ich dann einen Beitrag leisten kann, liegt nicht allein in meiner Hand. Ich sehe mit Stolz, wie eine christlich-soziale Politik unsere Heimat vom Armenhaus in Europa zu einer Aufsteigerregion mit Zukunft gemacht hat. Deshalb ist es meine feste Überzeugung, dass der Landkreis Cham auch in Zukunft bei der CSU in guten Händen ist. Deshalb bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger, meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger als CSU-Stimmkreiskandidat auch das Vertrauen zu geben. Meiner Unterstützung wird sie oder er in jedem Falle nach Kräften haben."


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