16.02.2013, 15:01 Uhr

Viele Verletzte: Großübung der Feuerwehr - schwerer Busunfall bei Bernhardswald

Großübung - Verkehrsunfall mit einem Bus und wie PKW -  30 teils schwer verletzte FOTO: Kamera24.TV Foto: kamera24Großübung - Verkehrsunfall mit einem Bus und wie PKW - 30 teils schwer verletzte FOTO: Kamera24.TV Foto: kamera24

Am Freitag, 15. Februar, hat auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Weg und Pettenreuth im Gemeindegebiet Bernhardswald eine Großübung stattgefunden. Simuliert wurde ein Busunglück.

BERNHARDSWALD Gegen 18.30 Uhr wurde der Alarm für die sechs beteiligten Feuerwehren ausgelöst. Bei dieser Übung wurde ein Zusammenstoß eines mit 30 Personen besetzten Buses und zwei Pkw nachgestellt. Übungsziel war die Durchführung der technischen Rettung der Personen aus den beiden verunfallten Autos und dem Bus. Des Weiteren auch die Versorgung und der Abtransport der verletzten Personen. Auch die Führungsstruktur und die Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Rettungsdienst bei solch einer Schadenslage wurde erprobt.

Der unfallbeteiligte Pkw lag auf dem Dach stark schwankend im Graben. Zuerst wurde er mit Leitern abgestützt bzw. stabilisiert. Die Feuerwehrleute entfernten routiniert die Glasscheiben, um sich und dem Rettungsdienst einen ersten Zugang ins Fahrzeuginnere zu schaffen. Die beiden Verletzten im Pkw wurden erstversorgt, bevor mit schwerem Gerät, Schere und Spreitzer, die Türen und das Dach entfernt werden. Anschließend wurden die Verletzten behutsam mit der Schaufeltrage aus dem Pkw gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Auch die Rettungsmaßnahmen am anderen Pkw liefen so ähnlich ab. Auf einem Feld neben der Unfallstelle hatte eine der Feuerwehren den Auftrag, einen Landeplatz für einen möglichen Hubschrauber auszuleuchten.

Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, waren im Vorfeld rund 20 Kinder und Jugendliche vom RUD-Team (Realistische Unfalldarstellung) der Johanniter geschminkt worden. Außerdem war den Feuerwehren bekannt, das eine Übung stattfinden sollte, nicht jedoch der genaue Ablauf.

Laut Kreisbrandinspektor Hans Glötzl waren die großen Schwierigkeiten bei der Übung zum einen die enge der Straße und zum anderen die große Anzahl an Verletzten: "Wir sprechen hier von einem Massenanfall." Der Schwerpunkt lag auf der Sichtung der Verunfallten; danach wurde der Einsatz Zug um Zug abgearbeitet. Eine weitere Besonderheit bei der Übung war auch, dass alle Führungskräfte untereinander bzw. mit der Einsatzleitung über den neuen Digitalfunk kommunizierten. So wurde auch dieser in der Hektik einer Großschadenslage erprobt.

Beteiligt an der Übung waren die Feuerwehren aus Bernhardswald, Hauzendorf, Kürn, Pettenreuth, Wenzenbach und Hauztenstein. Die Wehr aus Grünthal und Teile der Wehr aus Wenzenbach blieben zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft am Gerätehaus. Außerdem waren noch die Polizei Regenstauf sowie das BRK mit mehrere Fahrzeugen und der Helfer vor Ort (HvO) Bernhardswald-Wenzenbach vor Ort.

Alles in allem zeigte sich Hauptorganisator Hans Glötzl sehr zufrieden mit dem Ablauf: "Mit der Übung sind wir sehr zufrieden, vor allem bei den heutigen Witterungsbedingungen!"


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