12.03.2012, 21:21 Uhr

Erfolg: Gewerbeschau Lappersdorf war ein Publikumsmagnet

Zahlreiche Politiker wie Emilia Müller und Margit Wild besuchten die Gewerbeschau Foto: Markt LappersdorfZahlreiche Politiker wie Emilia Müller und Margit Wild besuchten die Gewerbeschau Foto: Markt Lappersdorf

Der Ortsverband Lappersdorf des Bund der Selbständigen/Gewerbe-verband (BDS) veranstaltete seine 6. Gewerbe Markt Ausstellung und erhält wieder Lob von allen Seiten für Form und Vielfalt der Aus-stellung.

LAPPERSDORF Ihre Berechtigung wurde der GMA 2012 Lappersdorf wieder von allen Sei-ten bestätigt. Die Organisatoren präsentierten sie wieder mit einer großen Vielfalt an Ausstellern. Bescheinigt wurde dies nicht nur von Schirmherrin und Europaministerin Emilia Müller, die nach Eröffnung und Ausstellungs-Rundgang feststellte, sie habe selten eine so gute Ausstellung gesehen. In ihren Grußworten bestätigten dies auch 1. Bürgermeister Erich Dollinger, Landrat Herbert Mirbeth, der die ehrenamtlichen Anstrengungen der Orga-nisatoren und deren Ergebnis besonders hervorhob.

Vertreten waren die Parteien mit Peter Aumer, MdB und Sylvia Stierstorfer, MdL (beide CSU), Tanja Schweiger (FW) und Margit Wild (SPD), die sich beeilte aus München rechtzeitig einzutreffen. Vertreten war auch die IHK mit Dr. Reinhard Rie-ger und die HWK mit Jürgen Kilger. Befragt, wie ihnen diese Ausstellung gefällt, gab es nur positive Kommentare. Die Vizepräsidentin des BDS, Prof. Dr. Gabriele Schäfer vertrat den am Tag verhinderten Präsidenten des BDS Deutschland und BDS Bayern, Ingolf F. Brauner. Sie bestätigte, wie ihre Vorredner die Worte der 1. Vorsitzenden des OV Lappersdorf, Waltraud Mittermaier: Lappersdorf ist ein eigener Wirtschaftsstandort. Sich und seine Vorzüge sehr gut darstellend, sei er kein Trabant der nahen Großstadt Regensburg. Der Ortsverband sei ein Vorzeigeobjekt des BDS führte sie aus. Mit seinen Projekten, wie dieser Ausstellung und dem „Leuchtturmprojekt“ Branchenverzeichnis, zeige er auf, wie man Klein(st)-unternehmer und Mittelstand zusammenführt um Stärke und Einfluss auf die Politik auf allen Ebenen zu gewinnen, die Basis für den Erfolg des BDS. Allein mit diesen beiden Aktionen zeige man hier auf, was den BDS stark mache. Schäfer führte aus, der BDS bemühe sich um gleichrangige Bedin-gungen für die kleinen Betriebe bis hin zum Mittelstand. Es gelte die Be-dingungen an die Vorteile der Industrie auszugleichen und gegen Vorteile, die Lobbyisten in Berlin für die Industrie erzielten anzugehen. Einhalt gelte es dringend auch der uneingeschränkten Freiheit der Banken zu gebieten, solange diese, oft zu Lasten des Steuerzahlers, agieren wie wiederholt auf-getreten.

In ihrer Eröffnungsrede stellte Emilia Müller fest, die Oberpfalz stehe best-ens da. Eine geringe Arbeitslosigkeit, und gute wirtschaftliche Leistungen seien die gute Basis dafür. Wenn man denkt der Beste zu sein, und sich nicht mehr anstrengen zu müssen, führe das ins Nichts. Für Erfolge müsse nach Fortschritten gesucht und geforscht werde. „Hallo Nachbar“ als Motto zeige, dass man in Lappersdorf wisse, was die Nähe bringe: Erfolge die man brauche. Für die Einwohnern werde aus den Gesprächen mit Ausstel-lern klar, dass es nicht notwendig sei, in die Ferne zu schweifen. Alles sei nahe, und Hilfe sei auf kurzem Weg und schnell verfügbar, vom bekannten und qualifizierten ‚Nachbarn’. Beim Rundgang zeigte Müller am Schaffen vieler Handwerksbetriebe reges Interesse. Am Ende bestätigte sie es wäre seit langem die interessanteste und am breitesten gefächerte Ausstellung die sie besucht habe. Für Lappersdorf würden sie den Kopf hinhalten sagten Dollinger, Mirbeth und Aumer, und taten es denn auch. Sie gingen mit einem ‚Lappersdorfer Haarschnitt’ des Friseurstudio Waltraud nach Hause. Müller kommentierte bestätigend, was den Herren farblich und vom Schnitt her am besten passt.

Auf Befragen gaben viele Aussteller an, dass sie gerne an der GMA mit-machen würden. Verschiedene Aussteller gaben an, noch nicht Mitglied im BDS zu sein, aufgrund dieser Ausstellung, des lokalen Branchenverzeich-nisses und der BDS-Aktivitäten würden sie aber dem BDS wohl beitreten. Die Lappersdorfer Jugendblaskapelle begleitete den ersten Tag mit sehr guter Musik am zweiten Tag spielten „Die 6 lustigen Fünf“ so auf, dass man sie gern und bald wieder sehen möchte. Dem folgte eine sehr gute Trachtenmodenschau und die junge Rock’n’Roll-Gruppe „Bubble Gums“.

Präsident Brauner ließ es sich nicht nehmen, am Abend noch aus München anzureisen. Er zeigte sich von der GMA sehr angetan, und sagte dies auch in einer, von Stefan Zenger moderierten Gesprächsrunde mit Mitgliedern und Ausstellern. In dieser brachte er zum Ausdruck, dass die Änderung des Insolvenzrechtes zum 1. Mai nur aufgrund starken Drängens des BDS erreicht wurde. Nachzubesserungen seien aber noch notwendig. Für den BDS gelte weiter, sich für die kleinen Unternehmer einzusetzen. Allein der Bürokratismus sei katastrophal, und führte Beispiele an. Fachkräftemangel und Gewinnung von qualifizierten Lehrlingen seien weitere Problemfälle. Dies bestätigten auch mehrere Unternehmer. Sehr viele Schüler gingen ins Gymnasium und wären so für das Handwerk verloren ist eine verbreitete Meinung. Dazu käme die Nähe von Industriebetrieben. Diese würden junge Menschen nach qualifizierter Ausbildung in kleinen Betrieben mit Vorteilen an sich ziehen, die ein kleiner Unternehmer nicht bieten könne. Es gebe noch viel zu tun, um Klein(st)unternehmern vernünftige Bedingungen zu verschaffen, war das Fazit, das die Teilnehmer an der Runde zogen. Dies führe auch zu einem Mitgliederzuwachs, weil Unternehmer es erkennen würden. Für die nächste Ausstellung die GMA 2015 wünschte er dem Orts-verband alles Gute.


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