13.09.2010, 12:41 Uhr

Polizei zieht Dult-Bilanz Rechter Schläger, viele Räusche, kein Raucher-Problem

Die Regensburger Herbstdult 2010 ist zu Ende. Aus Sicht der Polizeiinspektion Regensburg 2 hatte sie den Verlauf einer typischen Herbstdult und mit signifikant weniger Straftaten als bei Maidulten.  

REGENSBURG _25 BERLIN Für den einen oder anderen wird der Dultbesuch leider noch ein Nachspiel haben: Unter dem Vorbehalt der Vorläufigkeit berichtet die Polizei von sieben Körperverletzungen und fünf Gefährliche Körperverletzungen. In einem Fall ist ein polizeibekannter rechtsmotivierter junger Mann verdächtig, im Festzelt mit einem Maßkrug zugeschlagen zu haben. Weiter wurden der Polizei zehn Diebstähle zur Anzeige gebracht, auch Unterschlagungen und Beleidigungen. Erfreulicherweise kam es nur zu einer einzigen Sachbeschädigung. In zwei Fällen wird von der Kriminalpolizei wegen des Anfangsverdachts eines Verbrechens ermittelt. Näheres wollte die Polizei noch nicht sagen. Insgesamt werden 32 Strafsachen bearbeitet.

Gegen einen polizeibekannten 18jährigen Intensivtäter erließ die Stadt Regensburg auf Antrag der Polizei nach zwei Körperverletzungsdelikten ein Aufenthalts- und Betretungsverbot. Dieses Verbot entfaltet Wirkung bis einschließlich der Maidult 2011 und ist für jeden Fall der Zuwiderhandlung mit Zwangsgeld bedroht.

Der Aufruf der Polizei, nicht mit dem Auto auf den Oberen Wöhrd und nach Stadtamhof zu fahren, wurde von zu vielen nicht beherzigt. „So gab es immer wieder stehenden Parksuchverkehr und nicht wenige Kraftfahrer waren deswegen genervt“, so ein Polizeisprecher. Annähernd 900 Verwarnungen wegen Falschparkens wurden ausgestellt, wobei die größte Arbeitslast der Städtische Verkehrsüberwachungsdienst trug. Neun Pkw wurden abgeschleppt. Fünf Kraftfahrer werden wegen Trunkenheit im Verkehr angezeigt, zwei weitere wegen Verstoßes gegen die sogenannte 0,5 Promille-Grenze.

„Alkoholmissbrauch im Zusammenhang mit Volksfesten ist und bleibt ein leidiges Thema, da machen die Regensburger Dulten keine Ausnahme“, so ein Polizeisprecher in der Mitteilung. „So gab es viele veritable Räusche zu sehen. Sieben Personen wurden in Schutzgewahrsam genommen, weil sie ihren Weg nicht mehr alleine fortsetzen konnten. Zwei Betrunkene stürzten in die Donau respektive in den Schleusenkanal und konnten Gott sei Dank sofort durch Dritte gerettet werden.“

Die Gewerbetreibenden auf der Dult haben nach Beobachtungen der Polizei dem Jugendschutz Rechnung getragen. Trotzdem mussten von der Polizei immer wieder Jugendliche beanstandet werden, die Alkoholika jedweder Art mitbrachten und sich ordentlich berauschten. „Stellvertretend sei der letzte Dult-Freitag genannt, an dem alleine drei Jugendliche innerhalb kurzer Zeit wegen eines Alkoholrausches medizinisch versorgt werden mussten“, so ein Polizeisprecher.

Bleibt noch das Rauchverbot in den gastronomischen Betrieben zu erwähnen: Die Besucher haben sich ganz offensichtlich an das Rauchverbot gehalten, im Einzelfall wurden Probleme sofort durch die Verantwortlichen bereinigt.


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