15.12.2017, 16:18 Uhr

Weihnachtspäckchen Pfarrgemeinde Sinzing spendet 153 Mal „Nächstenliebe in Taschen gepackt“

Vertreter der Pfarrgemeinde übergaben die Geschenktaschen an Michael Weißmann, Dr. Stefan Gerhardinger und Wolfgang Krinner. (Foto: Caritas Regensburg)Vertreter der Pfarrgemeinde übergaben die Geschenktaschen an Michael Weißmann, Dr. Stefan Gerhardinger und Wolfgang Krinner. (Foto: Caritas Regensburg)

„Ich durfte im letzten Jahr selber zum ersten Mal sehen, wie sehr sich die Menschen über ihre Geschenke an Heilig Abend freuen. Sie zaubern damit ein Lächeln in die Gesichter der Menschen“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann, als er von Vertretern der Sinzinger Pfarrgemeinde nun die selbst gepackten Geschenktaschen entgegennahm.

SINZING 153 Taschen sind es geworden, mit Lebensmitteln für obdachlose, bedürftige oder alleingelassene Menschen, die Heilig Abend bei der Caritas feiern. Bereits zum zehnten Mal stellten die Sinzinger diese Spendenaktion auf die Beine.

Caritasdirektor Weißmann holte die Geschenke im Pfarrheim persönlich ab. Er bedankte sich für das Engagement der Kinder, Familien, Vereine und des Pfarrgemeinderats. „Es gibt auch bei uns viele Menschen, die ganz wenig zum Leben und keine Wohnung haben“, sagte er. Er versprach, die Päckchen mit einem Gruß aus Sinzing den Gästen der Caritas-Weihnachtsfeier zu überreichen. Der Diözesan-Caritasverband Regensburg veranstaltet seit Jahrzehnten alljährlich am 24. Dezember eine Weihnachtsfeier für Menschen in besonderen Lebenslagen; Menschen, die ohne festen Wohnsitz oder Familie in Regensburg leben, an diesem Abend niemanden haben oder einfach nur arm sind.

„Der Caritas-Gedanke ist in unserer Pfarrei fest verankert“, sagte Manfred Knödl, Vorsitzender des Sachausschusses „Gemeindecaritas“ im Pfarrgemeinderat Sinzing. Ein solches Engagement gehöre zum Selbstverständnis der Pfarrgemeinde. Die Geschenkpäckchen enthalten Lebensmittel im Wert von etwa 15 Euro. Die Caritas erstellte dazu eine kleine Vorschlagsliste. In den Taschen befinden sich beispielsweise Säfte, Obst, Schokolade, Plätzchen, Kaffee und eine Hartwurst. Viele Dinge, die sich die Menschen sonst nicht leisten können. In manchen Taschen sind auch persönliche Weihnachtsgrüße und Wünsche der Spender zu finden. Der Wert der Lebensmittel beträgt insgesamt mehr als 2.000 Euro. „Und in jeder Tasche ist ein unsichtbares Päckchen zu finden, mit Nächstenliebe darin“, sagte Knödl. Zusammen mit weiteren Unterstützern machte er sich damals das Caritas-Motto „Not sehen und handeln“ zu eigen und rief die Aktion ins Leben. Viele Familien, der Frauenbund, die Kolpingfamilie, die Pfadfinder und der Kindergarten St. Michael helfen seither zusammen.


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