12.04.2017, 13:15 Uhr

Tragisches Ende eines Vermisstenfalles Die Suche nach Malina brachte auch die vielen Rettungskräfte ans Limit

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

Die Nachricht hat viele Menschen im Raum Regensburg und darüber hinaus betroffen gemacht: Malina ist tot, die Suche nach der vermissten Studentin (20) nahm am Freitag, 7. April, ein tragisches Ende.

DONAUSTAUF/REGENSBURG Fast drei Wochen hatten die Einsatzkräfte nach der Studentin gesucht. Polizei und Feuerwehren, Wasserwacht und DLRG, Hundeführer und Taucher waren im Einsatz, um die Studentin zu finden. Am Ende war die Suche vergebens, am Samstag, 8. April, bestätigte die DNA-Analyse, was allen eigentlich schon klar war: Die tote Frau, die am Vortag aus der Donau bei Donaustauf geborgen worden war, ist Malina.

Im Einsatz waren auch die Freiwilligen der Feuerwehr Donaustauf. Die Wehr hat ein Boot, muss immer dann mit ausrücken, wenn im Abschnitt der Donau unterhalb der Walhalla Einsätze gefahren werden müssen. So auch dreimal innerhalb von einer Woche. Zunächst hatte am 31. März ein Baumstamm den Argwohn eines Zeugen ausgelöst, am 5. April musste eine Seniorin tot geborgen werden, am 7. April schließlich fand man Malina.

"In der Führungsausbildung sind solche Einsätze fester Bestandteil", berichtet der Kommandant der Staufer Wehr, Christopher Möck, dem Wochenblatt. Das Thema Krisenintervention sei mittlerweile sehr wichtig. Früher, das kann auch sein Stellvertreter Michael Mittermeier bestätigen, wollte man "der starke Mann sein", man habe sich geschämt, Schwäche zu zeigen. "Das hat sich Gott sei Dank geändert", sagt Möck. Auch ein speziell ausgebildeter Feuerwehr-Seelsorger steht den Einsatzkräften bei Bedarf zur Seite. Mittermeier erzählt, dass man sich nicht an solche Einsätze gewöhnen könne, aber: "Man trägt als Führungskraft Verantwortung für die Kameraden!" Jeder verarbeite solche Situationen anders, der eine werde stiller, der andere reagiere überdreht. Hier tragen die Feuerwehrler untereinander Verantwortung und kümmern sich umeinander.

All das gilt auch für die Einsatzkräfte der Wasserrettung, des Rettungsdienstes und der Polizei – ihnen allen stehen Fachleute zur Seite, die bei der Bewältigung solcher belastender Einsätze helfen. Der Fall Malina wirkt nach, das merkt man auch den Kameraden der Donaustaufer Feuerwehr an ...

Indes ermittelt die Polizei weiter, Malina ist wohl ertrunken, wie es dazu kam, steht allerdings noch nicht fest. Aktuell wird von einem tragischen Unfall ausgegangen. Ein Sachverhalt, den so manche in sozialen Netzwerken nicht akzeptieren wollen. Hier wird immer noch nach dem Täter gesucht, der Malina getötet haben soll.

Weitere Infos zum Fall: Vermisste Malina


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