31.03.2017, 10:19 Uhr

Arbeitsmarktentwicklung im März 2017 Frühjahrsbelebung lässt die Zahl der Arbeitslosen deutlich sinken

Foto: Hannes LehnerFoto: Hannes Lehner

Im Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – sind im Berichtsmonat 8.846 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 1.063 Personen oder 10,7 Prozent weniger als im Vormonat und 1.010 oder 10,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 2,6 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte unter Vormonat und ebenfalls 0,4 niedriger als im März letzten Jahres.

REGENSBURG/KELHEIM "Wir haben deutlich weniger Arbeitslose als im Vormonat und erfreulicherweise auch deutlich weniger als im März des Vorjahres. Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzt wesentlich früher ein als in den Vorjahren. Die gute Auftragslage der Unternehmen kurbelt weiterhin die Arbeitskräftenachfrage kräftig an. Den Analysen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge dürfte die Arbeitslosigkeit auch im Jahresverlauf trotz Zuwanderung kaum steigen. Der Studie zufolge lohnen sich die Investitionen für die Integration der Flüchtlinge. Die Beschäftigungschancen und Verdienstmöglichkeiten erhöhen sich durch das Erreichen von guten Deutschkenntnissen und Bildungsabschlüssen erheblich. Die große Herausforderung der nächsten Monate und Jahre besteht darin, alle Arbeitskräftepotenziale zu aktivieren, Qualifizierungsmöglichkeiten zu nutzen und die asylsuchenden Menschen möglichst rasch und nachhaltig fit für den Arbeitsmarkt zu machen um den wachsenden Fachkräftebedarf zu decken", so Gabriele Anderlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg.

Im Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – sind im Berichtsmonat 8.846 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 1.063 Personen oder 10,7 Prozent weniger als im Vormonat und 1.010 oder 10,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dieser allgemeine Trend trifft für fast alle Gruppen des Arbeitslosenbestandes zu. So sind im Alter von 15 bis 25 Jahren derzeit 978 junge Menschen arbeitslos. Das sind 72 Betroffene oder 6,9 Prozent weniger als im Vormonat und 54 oder 5,2 Prozent weniger als im März letzten Jahres. Deren Anteil am Bestand beträgt 11,1 Prozent. Die Gruppe der 15 bis 20-Jährigen umfasst 198 Arbeitslose. Das sind zehn Meldungen oder 4,8 Prozent weniger als im Vormonat und 29 oder 12,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Deren Anteil am Bestand liegt bei 2,2 Prozent. Deutlicher ist die Entwicklung am anderen Ende der Altersklassen. So sind derzeit 3.040 Männer und Frauen im Alter ab 50 Jahren arbeitslos. Das sind 386 Personen oder 11,3 Prozent weniger als vor einem Monat und 366 oder 10,7 Prozent weniger als im März letzten Jahres. Deren Anteil am Bestand beträgt 34,4 Prozent. In der Gruppe ab 55 Jahren sind aktuell 1.966 Menschen arbeitslos. Das sind 200 Betroffene oder 9,2 Prozent weniger als im Vormonat und 169 oder 7,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Deren Anteil am Bestand liegt bei 22,2 Prozent. Die Gruppe der Schwerbehinderten umfasst 800 Arbeitslose. Das sind 27 Meldungen oder 3,3 Prozent weniger als im Vormonat und 76 oder 8,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Deren Anteil am Bestand liegt bei 9,0 Prozent. Der Bestand ausländischer Arbeitsloser beträgt aktuell 2.259 Personen. Das sind 207 Betroffene oder 8,4 Prozent weniger als im Vormonat, jedoch 50 oder 2,3 Prozent mehr als im März letzten Jahres. Deren Anteil am Bestand beträgt 25,5 Prozent.

Verhältnis zwischen Zu- und Abgängen

Im März 2017 haben sich im Agenturbezirk Regensburg 2.880 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. Das sind 625 Personen oder 17,8 Prozent weniger als im Vormonat, jedoch 125 oder 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleiches taten seit Jahresbeginn 10.828 Menschen. Das sind 72 Meldungen oder 0,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 3.931 Personen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten. Das sind 373 Abgänge oder 10,5 Prozent mehr als im Vormonat und 380 oder 10,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn haben sich 9.794 Männer und Frauen abgemeldet. Das sind 604 Abgänge oder 6,6 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten letzten Jahres.

Arbeitslosenquoten deutlich unter Vorjahresniveau

Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt im Agenturbezirk Regensburg 2,6 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte unter Vormonat und ebenfalls 0,4 unter März 2016. Bei den 15- bis 25-Jährigen beträgt die Quote 2,4 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte unter Vormonat, wie auch 0,2 unter dem Vorjahresmonat. In der Altersklasse von 15 bis 20 Jahren liegt die Quote bei 1,5 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als vor einem Monat und 0,3 unter dem Vorjahresmonat. Bei den Älteren von 50 bis 65 Jahren beträgt die Arbeitslosenquote 3,0 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte unter dem Vormonat und sogar 0,5 unter März vergangenen Jahres. Die Quote für die 55 bis 65-Jährigen beträgt 3,4 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte niedriger als vor einem Monat und sogar 0,5 unter dem Vorjahresmonat.

Gemeldete Arbeitsstellen

Die Arbeitgeber im Agenturbezirk Regensburg haben im Berichtsmonat 1.666 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 258 Ausschreibungen oder 13,4 Prozent weniger als im Vormonat und 96 oder 5,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 4.853 Stellen gemeldet. Das sind 111 Angebote oder 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit 5.774 offenen Stellen umfasst der Bestand 92 Vakanzen oder 1,6 Prozent weniger als vor einem Monat, jedoch 590 oder 11,4 Prozent mehr als im März letzten Jahres.

Unterbeschäftigung

Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen summiert: Zum einen die Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit sind auch alle die Personen erfasst, die im Sinne des Sozialgesetzbuches nicht als arbeitslos gelten oder in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus zu sehen sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in Weiterbildung oder Altersteilzeit befinden, aber auch Selbständige, die Existenzgründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der tatsächlichen Beschäftigungssituation. Dazu die aktuelle Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 8.846 Menschen arbeitslos. Dazu kommen weitere 4.927 Personen in Unterbeschäftigung. Damit gelten insgesamt 13.773 Männer und Frauen als unterbeschäftigt. Das sind 1.161 Personen oder 7,8 Prozent weniger als im Vormonat, jedoch 178 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.


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