27.12.2016, 11:07 Uhr

Historisch Luftmine von Augsburg wird im Museum der Bayerischen Geschichte dokumentiert

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

Die am ersten Weihnachtsfeiertag in Augsburg entschärfte Luftmine dokumentiert das Haus der Bayerischen Geschichte auch im neuen Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg.

AUGSBURG/REGENSBURG Der stellvertretende Direktor des Hauses, Peter Wolf, sagte dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 1/Regionalnachrichten Niederbayern/Oberpfalz) am Dienstag, 27. Dezember dass die Evakuierung von über 50.000 Menschen auch im Museum ihren Niederschlag finden werde. Das Haus der Bayerischen Geschichte werde für die geplante Bavariathek im Museum eine Reihe von Fernseh-, Hörfunk- und Online-Berichten, vor allem des Bayerischen Rundfunks, zusammenstellen, sodass die Besucher des Museums die turbulenten Ereignisse nachvollziehen könnten.

Eröffnet wird die Bavariathek im Jahr 2018 zusammen mit dem Museum in Regensburg. Wolf sagte, wichtig sei es, die Geschichten rund um die Geschichte der Bombe zu dokumentieren, etwa dass eine über 80-jährige Frau in Augsburg sich erinnerte, wie sie als junges Mädchen in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs und heute als Greisin wieder wegen der Bombe Schutz suchen musste. Ob die 1,8 Tonnen schwere Luftmine selber im Museum ausgestellt wird, ließ Wolf offen. Da könnte es wegen des Gewichts statische Probleme des Baus geben, selbst wenn der Sprengstoff beim Ausstellungsstück beseitigt werde, sagte er.

Sicher sei, dass die mit großem Aufwand an Allerheiligen 2015 entschärfte Fünf-Zentner-Bombe aus Regensburg im Museum ausgestellt werde. Damals waren über 5.000 Menschen im Westen Regensburgs evakuiert worden. Auch das größte Krankenhaus Ostbayerns, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder wurde komplett geräumt.


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