07.10.2016, 11:36 Uhr

Landgericht Regensburg Urteil gefallen: Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung für VW-Bus-Vergewaltiger!

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Ein 35-Jähriger hat seine Freundin zwei Stunden lang in einem VW-Bus vergewaltigt. Nun ist das Urteil vor dem Landgericht Regensburg gefallen. Er wurde der Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt wurde.

REGENSBURG Hat der Angeklagte etwa gar nicht gemerkt, was er seiner Freundin antat? Ein 35-Jähriger stand seit Mittwoch, 28. September, vor dem Landgericht Regensburg. Laut Anklageschrift fuhr der Mann am 23. Oktober 2015 mit seiner 44-jährigen Freundin und drei ihrer Freundinnen in einem VW-Bus nach Reinsfeld bei Trier. Dort angekommen soll die Gruppe bis spät in die Nacht gefeiert haben. Gegen 6 Uhr morgens sollen sich der Angeklagte und seine Freundin alleine im VW-Bus schlafengelegt haben. Nach einiger Zeit weckte der Angeklagte seine Freundin auf und wollte Sex mit ihr. Da sie müde war, lehnte sie ab. Daraufhin soll der Angeklagte sie zwei Stunden lang im VW-Bus vergewaltigt haben (wir berichteten).

Der 35-Jährige, der in Ghana aufgewachsen war, gab an, im Sommer 2015 die 44-Jährige in einer Regensburger Disko kennengelernt zu haben. Die beiden wurden ein Paar. „Ich habe viel vergessen oder verdrängt. Es ist ein Jahr her“, äußerte sich das Opfer vor Gericht. Immer wieder sei er in sie eingedrungen, beschrieb das Opfer die Tat. Dabei soll er sie fesgehalten und gesagt haben, er sei schließlich ein Mann. Das Opfer wehrte sich – biss und kratze. Daraufhin soll der Angeklagte zu mehreren Ohrfeigen ausgeholt haben. „Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so viel Angst wie in diesen zwei Stunden“, gab das Opfer im Zeugenstand an.

„Ich will kein Geld, mir geht es um die Einsicht“

Ihrer Meinung nach habe ihr damaliger Freund jedoch gar nicht registriert, was er da gerade tut. Nach zwei Stunden soll der Angeklagte schließlich von ihr abgelassen und zu weinen begonnen haben. Das Opfer nutzte die Chance und brachte sich in Sicherheit. Vor Gericht machte die 44-Jährige deutlich, was sie sich von der Verhandlung erhofft: „Mir geht es nur um die Einsicht. Wenn eine Frau ‚nein‘ sagt, dann heißt das auch ‚nein‘“

Am Freitag, 30. September, fiel das Urteil für den Angeklagten. Er wurde der Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem muss er 1.000 Euro Geldstrafe zahlen.


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