02.09.2016, 09:01 Uhr

Unglück Kuhstall im Landkreis Regensburg teilweise eingestürzt – mehrere Tiere tot

Foto: Ratisbona MediaFoto: Ratisbona Media

Ein lauter Knall störte am Donnerstag, 1. September, die vorabendliche Ruhe im Schierlinger Ortsteil Inkofen. Nachbarn versammelten sich auf der Straße, sahen nach was passiert ist. Und dann wird das Ausmaß schnell ersichtlich – der Kuhstall eines Bauernhofes war eingestürzt.

SCHIERLING-INKOFEN Die Decke war in der Mitte gebrochen, die Elemente auf die darunter stehenden Kühe gestürzt. Alle packten mit an, versuchten, die noch lebenden Tiere so schnell wie möglich ins Freie zu bringen. Doch für mindestens vier Kühe war es bereits zu spät. Sie wurden von den schweren Betonteilen getroffen und getötet. Da noch lebende Tiere zwischen den Deckenteilen eingeschlossen waren, wurden das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr verständigt. Ein über die Nacht andauernder Großeinsatz lief an. Die vier Ortsverbände des THW aus Kelheim, Wörth an der Donau, Regensburg und Laaber mit rund 50 Mann orderte die Rettungsleitstelle nach Inkofen. Viel Material musste herangeschafft werden, um das Gebäude erst einmal abzustützen. Ein Bagger wurde nachgefordert, er riss später Teile der instabilen Hauswand ein. Mit einer großen Flex schnitten sich die Einsatzkräfte durch die Ziegelwand ins Stallinnere. Und dann, trotz der Verluste etlicher Tiere, doch noch ein kleiner Erfolg, zwei Tiere können sofort ins Freie gerettet werden. Es grenzt fast an ein Wunder, das sie dieses Unglück überlebt haben.

Schon kurz nach dem Desaster versuchten die Hofbesitzer, die noch lebenden Kühe schnellstmöglich ins Freie zu bekommen. Dies gelang nicht immer, zumal die Tiere unter Schock standen. "Die sind ihr ganzes Leben lang gewohnt, das sie im Kuhstall stehen und nun sollen sie es auf einmal nicht mehr tun. Einer Kuh kann man nicht einfach sagen, geh mal zwei Schritte nach links und vier nach vorne", so THW-Einsatzleiter Markus Hofer. Noch dazu waren einige Tiere zwischen den Betontrümmern eingeschlossen.

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Gegen 16.15 Uhr stürzte am Donnerstagnachmittag, 1. September, die Decke eines Kuhstalls in Schierling plötzlich ein. Vier Kühe wurden erschlagen. Menschen waren nicht in Gefahr. Der Deckensturz hätte etwas später vermutlich Menschenleben gefordert.

Etwa eine halbe Stunde vor der Melkzeit brach die Decke eines Kuhstalls in Inkofen mittig ein und begrub die Tiere unter sich. Im Stall befanden sich 18 Kühe und zwei Kälber. Die Feuerwehr Schierling eilte zum Ereignisort in den Ortsteil Inkofen. Sie fand ein schwer beschädigtes landwirtschaftliches Nebengebäude vor, das weiter einzustürzen drohte. Um das Gebäude abzusichern wurden Kräfte des THW zur Unterstützung angefordert. Auch eine Veterinärmedizinerin war vor Ort. Es gelang, 16 Tiere lebend zu bergen. Feuerwehr und THW waren bis in die Nacht hinein bis gegen 1 Uhr im Einsatz.

Die genaue Ursache des Deckensturzes ist derzeit noch unklar. Es wird nicht ausgeschlossen, dass das Alter des Kuhstalls (Baujahr 1951) eine Ursache spielte. Die unverletzten Tiere konnten bei Landwirten in der Nachbarschaft untergebracht werden. Der Schaden steht derzeit noch nicht fest, dürfte sich aber im unteren sechsstelligen Bereich bewegen. Das schwer beschädigte Nebengebäude des landwirtschaftlichen Anwesens muss abgerissen werden. 


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