09.03.2016, 16:47 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt noch Unglückszüge von Bad Aibling rollen durch Regensburg in Richtung Werkstatt

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Täglich wollen viele Züge durch den Regensburger Hauptbahnhof – Güterzüge und Personenzüge, einzelne Loks sind auch gelegentlich dabei. Der Zug aber, der am Samstagmittag, 5. März, den Bahnhof passierte, weckte Erinnerungen an das schlimmste Zugunglück der vergangenen Jahrzehnte – die Unglückszüge von Bad Aibling rollten in Richtung Werkstatt.

REGENSBURG/BADAIBLING Am Dienstag, 9. Februar, nahm das Unheil seinen Lauf, als – so wird bislang angenommen – ein Fahrdienstleiter ein Signal gab, das er zu diesem Zeitpunkt nicht hätte geben dürfen. Um 6.47 Uhr kollidierten auf der eingleisigen Strecke von Rosenheim nach Holzkirchen auf der Höhe der Ortschaft Bad Aibling zwei Meridian-Züge. Elf Menschen verloren ihr Leben, über 80 weitere wurden teils schwer verletzt. Mehrere Tage dauerte es, bis die Unfallstelle geräumt war, erst elf Tage nach dem Unglück konnte die Strecke wieder fahrplanmäßig befahren werden.

Die beiden Unglückszüge und das, was von ihnen bei Bad Aibling eingesammelt werden konnte, haben nun die Reise in die Werkstatt angetreten. Am Samstag rollte der Tross dazu durch den Regensburger Hauptbahnhof.

Ersten Informationen nach waren die Züge nach Weiden unterwegs, dort sollen sie in die dort ansässigen Stadler-Werke gehen. Ein Teil des Zuges bleibt wohl auch in Regensburg, dort ist am Ostbahnhof ein Wartungswerk der Meridian-Bahn. Seitens der Bayerischen Oberlandbahn GmbH will man dazu keine Angaben machen: "Zum Standort und Verbleib der Fahrzeuge können leider keine Angaben gemacht werden." Zudem müssten noch die abschließenden Untersuchungen der Staatsanwaltschaft abgewartet werden: "Im Anschluss werden die Wagen- und Fahrzeugteile begutachtet und erst dann kann über die weitere Verfahrensweise entschieden werden", so eine Sprecherin des Konzerns auf Wochenblatt-Anfrage am Dienstag, 8. März.


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