14.12.2015, 17:24 Uhr

"Jahn Sozial: Brücken für Regensburg" Sebastian Nachreiner und Ali Odabas zu Gast am Sozialpädagogischen Förderzentrum

Foto: SSV Jahn RegensburgFoto: SSV Jahn Regensburg

Am Freitag, 11. Dezember, fand am Sozialpädagogischen Förderzentrum Regenstauf das Projekt "Jahn Motivation" statt. Sebastian Nachreiner und Ali Odabas sprachen mit den Schülern der achten und neunten Klasse über das Thema Motivation, gaben eine Autogrammstunde und führten eine Trainingseinheit durch. Im Anschluss übernahmen sie auch noch die Patenschaft für die Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

REGENSTAUF Im Rahmen seiner Sozialinitiative "Jahn Sozial: Brücken für Regensburg" führt der SSV Jahn Regensburg Projekte für verschiedene Zielgruppen durch. Zu diesen gehören neben sozial Benachteiligten und Menschen mit Behinderung auch Kinder und Jugendliche. Zum Zielthema Bildung wurde hier das Projekt „Jahn Motivation“ geschaffen. Dabei besuchen Jahn Profis Schulen in Ostbayern, um mit den Schülern vor Ort über das Thema Motivation und dessen Bedeutung in Schule und Sport zu diskutieren. Bei der neuesten Ausgabe von "Jahn Motivation" besuchten Sebastian Nachreiner und Ali Odabas nun das Sozialpädagogische Förderzentrum in Regenstauf.

"Ich will in der ersten Reihe sitzen!" Dieser Satz ist Musik in den Ohren eines jeden Lehrers. Am vergangenen Freitag wurde er durch die beiden Jahn Profis Sebastian Nachreiner und Ali Odabas hervorgerufen. Die beiden sprachen ab 10 Uhr mit den Schülern der Klassen 8 und 9 am Sozialpädagogischen Förderzentrum Regenstauf. Wie gewohnt wurde die Veranstaltung vom erfahrenen Pädagogen Ludwig Haas moderiert. Eine knappe Stunde löcherten die Jugendlichen ihre Vorbilder. Dabei drehten sich die Fragen vor allem um das Thema Motivation: Die Schüler interessierten sich unter anderem dafür, wie es die beiden Innenverteidiger schaffen würden. sich trotz ihrer langwierigen Verletzungen zu motivieren: "Das ist tatsächlich nicht so einfach. Manchmal fällt es richtig schwer sich tagtäglich in der Reha zu quälen. Vor allem, wenn man weiß, dass man noch ganz weit davon entfernt ist wieder mit dem Ball zu trainieren. Und dafür macht man das ja eigentlich", gab "Wastl" Nachreiner einen Einblick. Es sei aber wichtig, dass man lerne, sich trotz Rückschlägen durchzubeißen. Nicht nur hier wurden Parallelen zwischen Schule und Fußball festgestellt.

Dass es manchmal gar nicht so schlecht ist, wenn man als Spieler/Schüler auf seinen Trainer/Lehrer hört, konnte Ali Odabas verdeutlichen: "Ich war lange Zeit Stürmer und habe auch das ein oder andere Tor gemacht. Eines Tages kam aber mein Trainer während einer Einheit mit einem Leibchen auf mich zu und sagte: 'Du spielst jetzt einmal Innenverteidiger!' Natürlich habe ich mich gewundert, aber ich habe die Aufgabe angenommen und weiter mein Bestes gegeben." Und das war nicht zu seinem Nachteil. "Ich war als Stürmer nicht schlecht, aber ich glaube ich hätte es nicht zum SSV Jahn geschafft, wenn mein Trainer damals nicht mein Potenzial als Verteidiger erkannt hätte." Die beiden Defensivspezialisten berichteten den gespannten Schülern außerdem, wie sie es geschafft hatten, berufliche Ausbildung (Odabas: Industriemechaniker, Nachreiner: Jura-Studium) parallel zum Fußball voranzutreiben.

Nach spannenden 60 Minuten, die viel schneller vergingen als jede Schulstunde, erfüllten die beiden Jahn Profis in der Pause die Autogrammwünsche aller Schülerinnen und Schüler. Groß und klein bildeten eine lange Schlange und nicht wenige standen mehr als einmal an. Als alle Autogrammkarten und sonstigen Utensilien unterschrieben waren ging es weiter in die Turnhalle. Dort brachten Nachreiner und Odabas die Jugendlichen kräftig ins Schwitzen. Nach Aufwärmen, Passübungen und Torschuss ging es ins so genannte "Hollandturnier", das vier glückliche Gewinner fand, die sich über Jahn-Schals und -Mützen freuen durften. Jahn Motivation Sozialpädagogisches Förderzentrum Regenstauf

In diesem speziellen Fall war "Jahn Motivation" nach der Siegerehrung jedoch noch nicht vorbei, denn der Jahn-Delegation wurde noch eine besondere Ehre zu Teil. Sebastian Nachreiner und Ali Odabas übernahmen die Patenschaft für die Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Vor kurzem hatte die Fußballmannschaft des SFZ Regenstauf an der sogenannten Lebensmeisterschaft teilgenommen - einem Fußballturnier, bei dem verschiedene Schulen jeweils ein Land vertraten, das bei der EM im kommenden Sommer teilnimmt. Im Falle des SFZ war dies Spanien. Im Vorfeld hatten sich die Schüler intensiv mit "ihrem Land" auseinandergesetzt. Als Belohnung für den tollen Einsatz bei dem Turnier, wurde nun ein leckeres spanisches Essen ausgerichtet, für das einige Lehrkräfte den Kochlöffel geschwungen hatten.

Nach der Vorspeise übergaben Nachreiner und Odabas die Urkunden der Lebensmeisterschaft an die Nachwuchskicker. Außerdem überreichten sie am Ende noch - ganz im Sinne von Jahn Motivation - ein Plakat, das die Choreographie der Jahnfans vor dem Heimspiel gegen Wacker Burghausen. "Das war eine tolle Aktion unserer Fans, die uns richtig heiß gemacht hat. Hoffentlich bringt es auch Euch Glück", fügten die Jahnspieler hinzu. Mit Sicherheit wird das Poster auch am Sozialpädagogischen Förderzentrum einen Ehrenplatz finden – als Erinnerung an einen tollen Tag im Rahmen von Jahn Motivation.


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