10.12.2015, 10:18 Uhr

Futterpakete Hilfe für Vierbeiner in Not: Graf Lerchenfeld besuchte die Soziale Futterstelle in Regensburg

Foto: Büro LerchenfeldFoto: Büro Lerchenfeld

Immer mehr Menschen in Regensburg sind auf Unterstützung angewiesen, um ihr Haustier zu versorgen.

REGENSBURG "Die Futtermenge, die wir monatlich ausgeben, hat sich in den vergangenen zwei Jahren von rund einer Tonne auf rund 2,6 Tonnen mehr als verdoppelt", sagte die Vorsitzende des Vereins der Sozialen Futterstelle Regensburg, Gudrun Wilke, bei einem Besuch des Bundestagsabgeordneten Philipp Graf Lerchenfeld in den Räumen in der Drehergasse. Graf Lerchenfeld würdigte die Arbeit der Initiative und rief zu Spenden zugunsten des Vereins auf. Gemeinsam mit der Frauen-Unions Kreisvorsitzenden Ariane Weckerle, übergab zwei große Futterpakete an die Ehrenamtlichen.

Haustierbesitzer mit kleiner Rente oder Grundsicherung, Obdachlose, Sozialhilfeempfänger, Menschen mit Hartz IV und Geringverdiener bekommen bei der Sozialen Futterstelle Nahrung und tierärztliche Hilfe für ihre treuen Begleiter. Rund 200 vor allem ältere Menschen nutzen derzeit das Angebot, etwa 500 Tiere – besonders Hunde und Katzen – versorgen die knapp zwei Dutzend Mitglieder des Vereins derzeit mit ihrem Engagement.

"Die Haustiere sind gerade für ältere Menschen oft ihr die einzige Möglichkeit, um in der Einsamkeit des Alltags Struktur, Hoffnung und Lebensmut zu finden", sagte Vereinsvorsitzende Gudrun Wilke. Neben der Versorgung mit Futtermitteln bietet der Verein für Betroffene unter anderem auch regelmäßige Sprechstunden mit Tierärzten und Tierheilpraktikern. Zusätzlich gibt es seit Kurzem auch einen mobilen Sozialdienst, der sich besonders um Menschen kümmert, die sich aufgrund von Erkrankungen nicht mehr allein um ihren Hund oder ihre Katze kümmern können. Zum Team gehört auch eine ehrenamtliche Sozialarbeiterin. "Wir unterstützen jedoch nur Menschen, die bereits ein Tier haben. Es soll kein Anreiz sein, sich welche anzuschaffen, wenn das nötige Geld für Unterhalt und Tierarztkosten fehlt", so die Vereinschefin.

Eine Entwicklung bereitet dem Verein große Sorgen: Während die Nachfrage stetig steigt, sind die Spenden in den vergangenen Monaten gesunken. "Das stellt uns vor sehr große Herausforderungen, um den Futterbedarf und die hohen Tierarztkosten zu decken", sagte die Vorsitzende im Gespräch mit Graf Lerchenfeld und der Regensburger Frauen Unions-Vorsitzenden Ariane Weckerle, die sich auch für den Verein sehr engagiert. Allein die tierärztliche Betreuung kostet jährlich rund 15.000 Euro, die Miete für die Räume in Steinweg mehr als 10.000 Euro. Graf Lerchenfeld zeigte sich beeindruckt von dem großen Einsatz des Vereins, "ich habe selbst zwei Hunde und diese gehören bei uns zur Familie. Es ist schön, dass hier Menschen unterstützt werden, die es sich sonst nicht leisten könnten, Ihrem Tier weiterhin ein gutes Zuhause zu bieten".

Die Vereinsführung hofft deshalb, dass künftig wieder mehr Regensburger Futter oder Geld für die Initiative spenden, damit Bedürftige ihr Haustier behalten können. Optimal als Spende geeignet ist nach Worten Wilkes getreidefreies Nassfutter, da das die meisten Hunde und Katzen gut vertragen. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.futterstelle-regensburg.de.


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