01.10.2015, 08:55 Uhr

Polizei Kontrollen: Arbeiter unter Drogeneinfluss, Jäger mit geladener Waffe im Auto

Foto: arinahabich / 123RF StockfotoFoto: arinahabich / 123RF Stockfoto

In der Nacht von Sonntag auf Montag, 27. auf 28. September, kontrollierten die Zoll- und Schleierfahndungskräfte gemeinsam, insbesondere die einreisenden ausländischen Arbeitnehmer, im Bereich Furth im Wald.

FURTH IM WALD Arbeiter unter Drogeneinfluss

Hierbei fiel auf, dass doch einige polnische Staatsangehörige unter Drogeneinfluss stehend auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz nach Deutschland unterwegs sind.

Ein 34-jähriger Pole kam 23.30 Uhr als Führer eines Baustellenbusses zur Einreise. Er stand erkennbar unter Einfluss von Drogen. Ein freiwilliger Rauschgifttest bestätigte die Einnahme von Amphetamin. Polizeiliche Recherchen ergaben, dass ihm im Jahre 2012 nach einer Trunkenheitsfahrt, die polnische Fahrerlaubnis aberkannt wurde und der nun vorgewiesene Führerschein keine Gültigkeit in Deutschland hat. Nach Anzeigenaufnahme, Durchführung einer Blutentnahme und Sicherstellung des Führerscheines zum Zwecke der Eintragung des Sperrvermerks, musste das Fahrzeug stehen bleiben, weil die beiden Mitfahrer erheblich unter Alkoholeinfluss standen.

Ebenfalls am Parkplatz übernachten musste ein polnisches Quartett von Automobilherstellermitarbeitern, die gleich alle vier unter Drogeneinfluss standen. Der Rauschgifthund zeigte im Schrittbereich des Fahrers und in dessen Waschbeutel an. In der Unterhose fanden die Beamten eine geringe Menge Marihuana und in der Tasche zwei Ecstasy-Tabletten und 200 verbotene Anabolikapastillen. Er wirkte während der Kontrolle total "zugedröhnt", was sich damit erklären ließ, dass er nach eigenen Angaben, kurz vor Fahrtantritt in Polen, vier Joints geraucht und eine halbe Ecstasy geschluckt hatte.  Ihn erwarten nun einige Strafverfahren nach dem Betäubungs- und Arzneimittelgesetz und natürlich auch wegen Fahren unter Drogeneinfluss.

Ungesichert: Jäger war mit geladener Waffe unterwegs

Ein österreichischer Arzt befand sich auf der Rückreise von der Wildschweinjagd aus Tschechien und fuhr in die Kontrollstelle ein. Zwei Langwaffen lagen nicht ordnungsgemäß versperrt auf der Rückbank des Geländewagens. Die Zöllner trauten ihren Augen nicht, als sie feststellen mussten, dass ein Gewehr auch noch geladen war. Der Jäger konnte zwar einen Europäischen Feuerwaffenpass vorweisen, aber nachdem er die Büchse geladen transportierte, liegt ein Vergehen des unberechtigten Führers nach dem Waffengesetz vor. Die beiden hochwertigen Waffen des 65-jährigen Mediziners wurden sofort sichergestellt. Im Rahmen der Kontrolle wurde bei der Einreise noch eine illegal eingereiste chinesische Staatsangehörige aufgegriffen und zur weiteren Sachbearbeitung an die Bundespolizei übergeben.


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