19.03.2015, 13:47 Uhr

Verkehr Die Regensburger CSU wünscht sich einen "ÖPNV der Zukunft"

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Die Regensburger CSU wünscht sich einen "ÖPNV der Zukunft": Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion mit Datum von 19. März an die zuständigen Ausschüsse des Stadtrates gerichtet.

REGENSBURG Regensburg habe sich, so der Antrag, der dem Wochenblatt vorliegt, "in den vergangenen Jahren aufgrund wichtiger politischer Entscheidungen, strategischer Ausrichtung und der zentralen europäischen Lage hervorragend entwickelt". Durch die Erschließung neuer Baugebiete und die Ansiedlung wichtiger Unternehmen sei die Stadt zudem "enorm gewachsen". Das ÖPNV-Potenzial der Stadt habe sich so – im Vergleich zur einer Regio-Stadtbahn im Jahre 2006 – "grundlegend verändert". Die Bereitschaft der Bevölkerung, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sei gestiegen, das Auto stehe nicht mehr im Mittelpunkt, wenn es um die Wahl eines Verkehrsmittels gehe. "Die CSU-Fraktion bekennt sich aber auch grundsätzlich und ausdrücklich dazu, Veränderungen hin zu einem gestärkten ÖPNV nicht über Gängelei und Schikane von Autofahrern, sondern über eine sprunghafte Attraktivitätssteigerung der angebotenen ÖPNV-Dienstleistungen für die Menschen zu bewirke", so Fraktionsvorsitzender Hermann Vanino.

Die Studie zur Regio-Stadtbahn aus dem Jahre 2006 sei heute, fast zehn Jahre später, "keine vertretbare Diskussionsgrundlage für die Ausrichtung des vernetzen ÖPNVs der Zukunft mehr", so der Antrag. Die CSU fordert deshalb, eine neue Konzeptstudie (Arbeitstitel: "ÖPNV der Zukunft – Ausbau und Vernetzung von Stadt und Region") in Auftrag zu geben. Diese Studie solle zum Beispiel auch die Frage nach Bus-Zügen, die Ausweitung des Regensburger Sterns in den Landkreis und die Frage schienengebundenen oder ungebundenen Stadtbahnmodellen einbeziehen. "Bei der Überarbeitung sollte zudem insbesondere darauf geachtet werden, dass wichtige Haltepunkte schnell und gut erreicht werden können und gute Umsteigeverbindungen bestehen. Ziel sollte auch sein, die Infrastrukturzentren (Altstadt, Schulstandorte, hohe Arbeitsplatzdichte, Kunst-, Kultur- und Freizeitstätten) attraktiv anzubinden." Die Einbindung bevölkerungsstarker Landkreisgemeinden in das Konzept müsse "integraler Bestandteil eines ÖPNVs der Zukunft sein", so Vanino abschließend.


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