29.01.2015, 15:37 Uhr

Kulturpreis Landkreis ehrt das kulturelle Engagement des Theaterregisseurs Bernhard Hübl aus Kallmünz

Foto: Pressestelle Landratsamt RegensburgFoto: Pressestelle Landratsamt Regensburg

Bernhard Hübl ist der Kulturpreisträger 2014. Landrätin Tanja Schweiger überreichte dem Theaterregisseur aus Kallmünz den von dem Künstler Helmut Wolf in Form einer Skulptur geschaffenen und mit 5.000 Euro dotierten Preis im Alten Rathaus der Heimatgemeinde des Preisträgers. Seit 2008 vergibt der Landkreis den Kulturpreis für hervorragende Leistungen auf künstlerischem, kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet, um auf diese Weise kulturelles Engagement zu würdigen und zu wecken.

LANDKREIS REGENSBURG Insgesamt 50 Vorschläge aus den unterschiedlichsten Kulturbereichen waren 2014 eingereicht worden, aus denen die Jury (Landrätin Tanja Schweiger, der Kulturreferent des Landkreises, Dr. Thomas Feuerer, Michael Eibl, Dr. Rudolf Ebneth, Ludwig Bäuml und Reinhold Demleitner) den Preisträger auszuwählen hatte. Angesichts dieser Vielfalt stellte Dr. Feuerer in seiner Einführung zufrieden fest: „Der Landkreis Regensburg ist wirklich ein Kulturlandkreis!“ Er freute sich, dass kulturelle Spitzenleistungen nicht nur in Metropolregionen zu finden seien.

Landrätin Tanja Schweiger unterstrich die verbindende, identitätsstiftende Rolle der Kultur in dem sehr unterschiedlich strukturierten Landkreis und wies auch auf die Kultur-Förderungen seitens des Landkreises hin. Sie dankte Preisträger Bernhard Hübl für seine herausragenden Leistungen auf kulturellem Gebiet und ermutigte ihn: „Bitte bleiben Sie weiter am Ball, damit der Landkreis auch weiterhin von Ihrer Arbeit profitieren kann.“

Den Part der Laudatio hatte das Jury-Mitglied Reinhold Demleitner übernommen. Der Laudator würdigte die Leistungen Hübls, der zunächst 1983 in großen Rollen als Schauspieler beim Freilichtspiel „Die Bürgertreue“ in Kallmünz und bei den Schlossspielen in Neumarkt geglänzt hatte. Bald habe Hübl gemerkt, dass es zwar viele gute Schauspieler gebe, aber ein Mangel bei den Spielleitern und Regisseuren zu verzeichnen war, kam der Laudator auf die Vita zu sprechen. Nachdem Hübl zahlreiche Weiterbildungen absolviert hatte, begann seine Karriere als Regisseur. 1990 inszenierte er sein erstes Stück in seiner Heimatgemeinde Kallmünz. Es folgten die über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Kallmünzer Theatertage, Kindertheaterstücke, die Leitung der Theatergruppe Zeitlarn, die ausgesprochen erfolgreichen Rötzer Festspiele, ein Musical in Burglengenfeld und weitere Festspiele, Schauspiele und Freilichtspiele, von denen er einige selber verfasst hat. Neben dieser Theatertätigkeit ist Hübl begeisterter Gitarrenspieler und Sänger und engagiert sich zudem als ehrenamtlicher Fremdenführer in Kallmünz.

Der Preisträger selber nutzte die Feierstunde, um sich bei seinen Weggefährten und Unterstützern zu bedanken. Den Kulturpreis erachtete er als Ermunterung, weiter zu machen. Die Pläne gehen ihm dabei nicht aus. In die Zukunft blickend, schwebt ihm ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Theatergruppen des Landkreises vor.


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