31.03.2017, 12:09 Uhr

Europareservat Juwel der Natur soll zum Glänzen gebracht werden

Innauen Foto: Herbert StolzInnauen Foto: Herbert Stolz

Meilenstein für Europareservat Unterer Inn: Dank Fördergeldern kann grenzüberschreitendes Konzept umgesetzt werden.

ERING AM INN In der Kreistagssitzung am 27. März hatte Waldemar Herfellner, Leiter der Kreisentwicklung im Landkreis Rottal-Inn, durchweg positive Reaktionen auf sein Konzept für eine Grenzüberschreitende Steuerungs- und Umweltbildungseinrichtung für die Schutzgebiete am Unteren Inn (GUS) erhalten.

Nun ist der wohl wichtigste Meilenstein für das Projekt erfolgreich gesetzt worden: Der INTERREG-Begleitausschuss hat über den Projektantrag entschieden und die Förderung des Projekts beschlossen: Insgesamt fast 1,5 Millionen Euro und damit den Löwenanteil der Projektkosten wird INTERREG, eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, zur Verfügung stellen.

Damit kann das Projekt am 1. Mai starten. Herfellner zeigte sich in einer ersten Reaktion überglücklich, dass die Arbeit, die sein Team in die Projektentwicklung gesteckt hat, nun Früchte trägt. Das Projekt, so Herfellner, ermögliche es nun, ein echtes „Juwel der Natur zum Glänzen“ zu bringen. Auch Landrat Fahmüller zeigte sich hocherfreut und dankte dem Team der Kreisentwicklung für die erfolgreiche Arbeit.

Die insgesamt acht Schutzgebiete auf beiden Seiten der Grenze am Unteren Inn hatten in der Vergangenheit kein gemeinsames Management, eine Zusammenarbeit erfolgte nur punktuell, projektbezogen. Das soll sich nun ändern. Das von der Kreisentwicklung ausgearbeitete Konzept sieht den Aufbau eines gemeinsamen, grenzüberschreitenden und ganzjährigen Managements vor, das auch Ausstellungen gemeinsam konzipiert und ein gemeinsames Informations- und Marketingkonzept entwickelt.

Ein grenzüberschreitendes Zentrum wird naturschutzfachliche Aktivitäten steuern und als Umweltbildungseinrichtung für die Bevölkerung und Besucher dienen. Dafür sind drei Standorte vorgesehen: Das Hauptgebäude, in dem Management, ein Workshop-Raum und Ausstellungsfläche vorgesehen sind, ein Hausboot mit ganzjährig wechselnden Ausstellungen und direktem Zugang zu den Lebensräumen im Fluss, sowie das Schloss Frauenstein mit einem Aussichtspunkt und weiterer Ausstellungsfläche. Weiter werden sich sechs

Naturbeobachtungsstationen, jeweils drei in Deutschland und in Österreich Themen wie „Vogelbeobachtung“ (hierfür soll der Vogelturm erneuert werden), „Altwasser-Brenne-Auwald“, „Flussdynamik-Umgehungsrinne-Wasservögel“, „Vogelkinderstube“, „Totholz“ und „Altwasser“ widmen.


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