18.12.2015, 11:00 Uhr

Technischer Defekt Brand in künftigem Asylbewerberheim

Foto: Peter VolkFoto: Peter Volk

400.000 Euro Schaden enstand bei einem Brand in einer ehemaligen Diskothek, die zu einem Asylbewerberheim umgebaut worden war und das Mitte Januar belegt werden sollte. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

ROßBACH Am Donnerstag, 17. Dezember, gegen 23.10 Uhr wurde der Einsatzzentrale Niederbayern per Notruf der Brand eines Gebäudes mitgeteilt. Beim Brandobjekt handelt es sich um eine ehemalige Diskothek, die in letzter Zeit zu einem Asylbewerberwohnheim umgebaut worden war. Am 15. Januar 2016 hätten dort 58 Asylbewerber neues Quartier beziehen sollen. Am Gebäude entstand erheblicher Schaden, der derzeit mit ca. 400.000 Euro beziffert wird. Zur Brandzeit befanden sich keine Personen im Gebäude, es wurde niemand verletzt.

Wie bereits kurze Zeit nach dem Brand bereits von den Beamten des Kriminaldauerdienstes vermutet, dürfte wohl ein technischer Defekt im Bereich des Dachgeschosses zum Ausbruch des Feuers geführt haben. Dort sind unter anderem ältere Stromleitungen verlegt, die als Ursache in Frage kommen könnten. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung lagen zu keinem Zeitpunkt der Ermittlungen vor.



Bis wenige Stunden vor dem Brandausbruch wurden im Dachgeschoss noch handwerkliche Umbauarbeiten vorgenommen. Es gibt jedoch auch keine Hinweise darauf, dass hier fahrlässiges Handeln als Brandursache in Frage kommen könnte. 



Brandfahnder des Fachkommissariates der Passauer Kripo haben zusammen mit Brandgutachtern des Bayerischen Landeskriminalamtes die Brandstelle heute erneut unter die Lupe genommen. Demzufolge können erste Ermittlungsergebnisse hinsichtlich der Brandursache bekannt gegeben werden.

Wir müssen jetzt auf jeden Fall die Ermittlungen der Experten der Kriminalpolizei abwarten, bevor über eine Brandursache Aussagen gemacht werden können. Spekulationen oder voreilige Schlüsse führen hier nicht weiter“, betonte Landrat Michael Fahmüller kurz nach dem Brand.„

Der Landrat wurde von der Einsatzleitung über den Brand informiert, er sprach den beteiligten Feuerwehren seinen Dank für ihr schnelles Eingreifen aus. „Das Allerwichtigste ist, dass bei dem Einsatz niemand zu Schaden gekommen ist“, so der Landrat.


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