12.09.2014, 13:04 Uhr

Regie- und Schauspielschule Am Dienstag beginnt die Athanor ihren Betrieb

Foto: Julia GruberFoto: Julia Gruber

Im Passauer Stadtteil Grubweg werden ab nächster Woche Regisseure und Schauspieler ausgebildet

GRUBWEG_11_25_11PASSAU Noch wird gehämmert, gemalert, Elektrokabel verlegt und vieles mehr – doch am Dienstag ist es dann soweit: Die Athanor Fachakademie für Darstellende Kunst beginnt offiziell ihren Betrieb im Passauer Stadtteil Grubweg.

Die Regie- und Schauspielschule hatte bisher ihren Sitz im oberbayerischen Burghausen. Nachdem es zwischen dem dortigen Bürgermeister und dem Athanor-Schulleiter Dr. David Esrig nicht ganz so rosig lief, hatte man sich entschieden Burghausen zu verlassen und in Niederbayern einen Neustart hinzulegen. Ausgesucht hatte man sich das leer stehende ehemalige Grundschulgebäude in Grubweg. Seitdem wird dort fleißig renoviert. In wenigen Tagen, am 16. September, beginnt das neue Semester an der privaten Regie- und Schauspielschule.

Der vordere Teil des Gebäudes wurde bereits so weit saniert und umgebaut, dass der Unterricht regulär stattfinden kann. Schließlich sollen die Schauspiel- und Regieschüler, die monatlich ein Schulgeld von 325 bis 350 Euro zahlen, trotz des Umzugs von Burghausen nach Passau und trotz des Umbaus keinen Unterrichtsausfall haben. Damit der Umzug etwas schneller geht, haben sich zudem zahlreiche Studierende bereit erklärt beim Einräumen und Putzen mitzuhelfen.

In einigen Unterrichtsräumen, die in knalligen Farben wie Neongelb oder Dunkelgrün gestrichen sind, befinden sich kleine Bühnen. So müssen nicht mehr - wie im Gebäude in Burghausen – schwere Podeste durchs Schulhaus geschleppt und mühlselig aufgebaut werden. Durch Scheinwerfer an der Decke und der kleinen Bühne im Raum wird automatisch eine Theaterbühnen-Situation geschaffen. Optimal für die angehenden Schauspieler/innen und Regisseure.

Auch in Sachen Sporthalle konnten sich die Stadt Passau und die Fachakademie einigen. In der Sporthalle in Grubweg, die sich direkt neben dem Athanor-Gebäude befindet, machen viele Vereine Sport. Oft ist die Halle belegt. Doch Sport-Dozent Stefan Hetzer konnte alles regeln. Die Athanor darf die Halle ebenfalls mehrmals die Woche nutzen. Schließlich müssen die Schauspielstudenten für die Theaterbühne körperlich fit gemacht werden. Geplant ist außerdem, dass im Geräteraum ein Teil frei geräumt wird und dort ein kleine „Fitness-Ecke“ entsteht. Hier sollen Trimmräder und Geräte zum Muskelaufbau hingestellt werden.

Noch ist der hintere Teil des Gebäudes eine Baustelle. Und das wird wohl auch noch dauern. Im hinteren Teil entstehen Räume für Sportfächer wie Tanz, Bühnenkampf, Biomechanik und Sensibilisierung. Auch der riesige Aufführungsraum, der bis zu acht Meter hoch werden soll, entsteht dort. Auch ein Aufzug ist geplant. Bis dieser Gebäudeteil aber fertig ist, kann es mehrere Monate dauern. Als Übergangslösung dürfen die Studierenden einen von der Stadt Passau zur Verfügung gestellten Gymnastikraum nutzen. „Unsere Studierenden und Dozenten müssen halt in nächster Zeit ein bisschen toleranter sein. So ein Umzug dauert nun mal“, so Athanor-Pressesprecherin Gisela Werner. Doch für alle Beteiligten ist das kein Problem. „Man freut sich einfach auf das Neue, was da kommt, hier in Niederbayern“, so ein Student.

Auch für viele Anwohner in der Schulbergstraße rund um das Gebäude ist es OK, dass die Fachakademie für Darstellende Kunst dort ihre Zelte aufschlägt. „Klar, das Hämmern auf der Baustelle kann manchmal etwas nerven, aber an sich ist es doch eine tolle Sache und Bereicherung für Passau und unseren Stadtteil Grubweg. Mehr Kultur!“, so eine Anwohnerin. Weitere Infos zur Regie- und Schauspielschule finden Sie HIER.


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