26.04.2017, 09:55 Uhr

Eine Leidenschaft – ein Kämpfer: Alfred Hufnagl träumt von einem Comeback

Foto: Robert GeislerFoto: Robert Geisler

Spendenaktion: Neuer Rennrollstuhl für den ambitionierten Sportler aus Pocking.

POCKING Ein Kämpfer, der immer sein Ziel vor Augen hat – so kann man Alfred Hufnagl (45) wohl am besten beschreiben. Der Pockinger ist seit seinem 9. Lebensjahr querschnittsgelähmt. Ein Schlag auf den Rücken von einem älteren Burschen war der Auslöser für eine Virus-Infektion, die schließlich sein Rückenmark geschwächt hatte und zu einer Hirnhautenzündung führte. „Das wurde damals auch falsch behandelt“, erinnert sich Alfred Hufnagl. Danach war alles zu spät und man konnte nichts mehr rückgängig machen. Doch die Lebensfreude hat er nach diesem Schicksalsschlag nie verloren.

Heute ist er leidenschaftlicher Rennrollstuhl-Sportler. „Ich hab mal bei einem Rennen zugeschaut“. Fasziniert entdeckte der damals 20-Jährige diesen Sport schließlich auch für sich. Und „weil‘s einfach Spaß macht“, wurde daraus ein großes Hobby. Seinen Traum hat er trotz eines dramatischen Rückschlags vor zwei Jahren nicht aufgegeben. Den Traum, bei den großen und wichtigen Wettkämpfen wieder dabei zu sein.

Traum von Rio war plötzlich zerstört

Der dreifache Familienvater betreibt schon seit den 90er Jahren den Hochleistungssport und war bereits bei zahlreichen Wettkämpfen. Im Jahr 2000 war er im deutschen Team bei den Paralympics im Rollstuhlmarathon in Sydney dabei und konnte sein sportliches Können unter Beweis stellen – für seine herausragende Leistung gab es damals den fünften Platz. „Das Gefühl kann einem niemand mehr nehmen“, so Hufnagl, „dieses besondere Erlebnis werde ich nie wieder vergessen – im Mittelpunkt zu stehen, obwohl man eigentlich am Rande der Gesellschaft steht“.

Sein nächstes Ziel waren die Paralympischen Spiele 2016 in Rio. Alfred Hufnagl hat sich fast vier Jahre lang dafür vorbereitet. Doch eines Tages zerstörte ein Unfall seinen Traum, als ein LKW den Pockinger während eines Trainings bei Kirchham streifte. Dabei wurden sein Arm und seine Schulter schwer verletzt. Doch zum Glück kam es zu keiner Katastrophe. Von den körperlichen Leiden erholte sich der Kämpfer wieder. Die Tatsache, dass der Lkw-Fahrer sich dabei rücksichtslos verhalten hat, war jedoch viel schlimmer. Verletzt ließ er den Sportler am Straßenrand zurück und fuhr einfach davon.

Eine Teilnahme an Wettkämpfen ist seitdem nicht mehr möglich. Sein Rollstuhl wurde bei diesem Unfall so stark beschädigt, dass eine vollständige Reparatur der Maßanfertigung nicht mehr möglich ist. Zum Trainieren auf der Straße reicht‘s, aber bei Wettkämpfen kann sein Rollstuhl mit den Hochleistungsgeräten seiner Konkurrenten nicht mehr mithalten.

„Damit der Körper in Schwung bleibt“, trainiert der Bürokaufmann auch im Fitnessstudio. Seinen Traum vom Comeback gibt der Sportler nicht auf, der Wille ist noch da: „Des juckt einfach noch“, schmunzelt der Pockinger. Nun hofft er auf eine Spendenaktion, die ihm mit einem neuen Hochleistungsgerät eine Teilnahme an Wettkämpfen ermöglichen könnte. Denn ein Rennrollstuhl kostet zirka 8.000 Euro – Geld, das der Pockinger nicht hat. Seit Spendenstart 2015 sind bereits 6.000 Euro gesammelt worden.

Unterstützung von Robert Geisler

Robert Geisler (Online-Sportzeitung SP4ORT), Initiator der Spendenaktion: „Wir sind auf der Zielgeraden und das Ziel liegt in Sichtweite. Helfen Sie uns, mit ihrer kleinen Spende das Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Wir danken ihnen von ganzen Herzen“.

„Es freut mich, wenn mich jemand unterstützt. Jeder Erfolg, den ich in Zukunft haben werde, ist Ihnen zu verdanken“, dankt Alfred Hufnagl seinen Unterstützern. Für seine Spender möchte sich der 45-Jährige noch etwas Besonderes einfallen lassen, vielleicht eine Verewigung der Namen auf seinem Trikot.

Wer dem Sportler bei der Verwirklichung seines großen Traums helfen möchte, spendet an: Spendenkonto bei der Raiffeisenbank im südl. Bay. Wald; Kennwort: Spendenkonto Alfred Hufnagl; IBAN: DE28 7406 6749 0006 4104 99

Mehr über den Rennrollstuhl-Sportler erfahren Sie unter anderem hier: www.change.org/DeinNameFuerAlfred


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