07.04.2017, 20:33 Uhr

"Der Alltag hat wieder Einzug gehalten" 2016 weniger Arbeit für die Polizei Hauzenberg

Foto: Marcel MayerFoto: Marcel Mayer

„Bei der Hauzenberger Polizei hat der Alltag wieder Einzug gehalten“, so könnte man das Jahr 2016 in einer Kurzfassung beschreiben.

HAUZENBERG Nach den Belastungen der letzten Jahre, der Einbruchsserie, dem „G 7 Gipfel“ und der Asylproblematik war das Arbeitsaufkommen im abgelaufenen Jahr schon bei weitem geringer. Die verbleibende Zeit wurde genutzt, um wieder mehr den präventiven Tätigkeiten nachzugehen.

So wurde im Verkehrsbereich wieder intensiv kontrolliert. Sei es die Geschwindigkeit, das Fahren ohne Gurt oder mit Handy und die Fahrt unter Alkohol oder Drogen. Insgesamt sind die Unfallzahlen um 8,77 % von 775 auf 707 stark zurückgegangen. Insbesondere die Geschwindigkeitsunfälle sind um mehr als 22 % gesunken. Es lässt sich zwar immer schwerlich ein direkter Zusammenhang zwischen Prävention und Wirkung herstellen. Aber geschadet hat in diesem Fall die hohe Anzahl von Lasermessungen im Dienstbereich die letzten Jahre sicherlich nicht.

Die Zahl der Verletzten blieb mit 115 annähernd gleich. Leider mussten in 2016 wieder zwei Verkehrstote beklagt werden. Insbesondere in diesem Bereich werden schon große Hoffnungen auf die momentan durchgeführten Umbaumaßnahmen auf der St 2132 zwischen Oberdiendorf und Lieblmühle gesetzt, weil hier alle anderen Maßnahmen mittlerweile ausgeschöpft sind.

Im Kriminalitätsbereich wurde der Rauschgiftsektor im Jahr 2016 intensiver unter die Lupe genommen. Aufgrund der Einarbeitung eines neuen Rauschgiftsachbearbeiters hatte sich die Arbeitskraft hier für längere Zeit verdoppelt, was sich auch in den erfassten Zahlen deutlich niederschlägt. So wurden letztes Jahr 76 Drogendelikte bearbeitet. 2015 waren es noch 34.

Insgesamt hat sich die Zahl der erfassten Straftaten in 2016 nochmals um 6,4 % oder 44 Straftaten von 678 auf 632 verringert. Und dies, obwohl bereits im Jahr zuvor der Durchschnitt der begangenen Straftaten ( ohne Verkehrsdelikte ) um 20 % im Schnitt der Vorjahre unterschritten wurde. Dies ist sicherlich immer noch der hohen Polizeipräsenz an den Grenzen zu verdanken.

Insgesamt zeichnen die Zahlen im Kriminalitätsbereich auch für das abgelaufene Jahr wieder ein sehr erfreuliches Bild. Mit einer Aufklärungsquote von knapp 80 % (genau 77, 8 %) konnte an die guten Erfolge der letzten Jahre angeknüpft werden.


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