06.04.2017, 15:50 Uhr

„Ein pastorales Großprojekt" Konradinum: Ein Haus der Caritas für Menschen in Not

Foto: Caritas PassauFoto: Caritas Passau

Zentrum der Caritas an der Oberen Donaulände in Passau.

PASSAU Auf fünf Ebenen erfahren die Menschen hier Hilfe von A wie Arbeitslosigkeit bis Z wie Zwangsversteigerung. Sie erhalten Rat und Begleitung, Essen oder Kleidung. Dort ist auch Raum für das Miteinander von haupt- und ehrenamtlicher Arbeit.

Rund 20 Dienste und Einrichtungen des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V. und des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Passau e. V. sind unter einem Dach vereint. Dazu ein Raum für Gebet und Gottesdienst.

Ein Großprojekt der Diözese Passau, „mit dem wir das pastorale Wirken in der Diözese stärken wollen", wie Bischof Dr. Stefan Oster (SDB) den Neubau und dieses erste große Sozialprojekt in seiner Amtszeit einordnet. Die Caritas habe in einer gebrochenen Welt einen heilenden Dienst zu leisten. Sie stehe dabei an der Seite von Schwachen, Kranken, Alten, Obdachlosen oder Menschen mit Behinderung. Der Auftrag des katholischen Wohlfahrtsverbandes gründe in der „Caritas“, also der ursprünglichen Liebe von Gott her.

Wo das Hochwasser 2013 an der Oberen Donaulände eine verwüstete Immobilie hinterlassen hat, ist in zwei Jahren Bauzeit wieder ein Haus für Menschen in Not entstanden; auf festem Grund, weil verankert im Wort Jesu Christi und verwurzelt in der Caritas als Teil der Kirche. So ist Caritas mitten in der Stadt erreichbar.

Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas auf Diözesan- und Kreisebene werden dort künftig für benachteiligte Menschen tätig sein; Etwa 25 für den Caritasverband für die Diözese Passau e.V. und 22 für den Caritasverband für Stadt und Landkreis Passau e.V. Gleichzeitig wird im Konradinum die ehrenamtliche Arbeit vernetzt.

Historie:

Vom Jahrhunderthochwasser 2013 wurde das Konradinum so schwer beschädigt, dass eine Sanierung nicht mehr infrage kam. Deshalb hat sich das Bistum Passau für einen kompletten Neubau entschieden. Das Haus war von 1893 bis 1974 ein Schülerheim. Bischof Dr. Simon Konrad Landersdorfer – der zweite Namenspatron des Bischofs schwingt beim Konradinum mit – übernahm es in kirchliche Trägerschaft. 1974 zog dort die Caritas mit ihren Diensten ein. Der Name erinnert an den dritten Diözesanpatron, Bruder Konrad von Parzham. Dieser war als Kapuzinerbruder in Altötting bekannt für seine Sorge um Arme und wurde beispielgebend heiliggesprochen.


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