16.03.2017, 10:38 Uhr

Kennen Sie Brandon Q. Morris? Bestseller-Autor aus Passau auf der Buchmesse Leipzig

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Matthias Matting hat seine erste Hard Science Fiction „Enceladus“ veröffentlicht.

PASSAU Kennen Sie Brandon Q. Morris? Vielleicht sind Sie ihm schon begegnet, in der Passauer Fuzo! Hinter dem Schriftsteller-Pseudonym verbirgt sich der seit zehn Jahren in Passau lebende Bestseller-Autor Matthias Matting (50), geboren in Brandenburg.

Nach dem Physik-Diplomabschluss in Dresden – Thema der Diplomarbeit: „Untersuchungen zum Einsatz von Thermolumiszenzdetektoren des Typs LiF:Mg,Cu,P in der Umgebungsüberwachung“ – wurden aber „in Deutschland gerade keine Physiker gebraucht, also bin ich in den Journalismus gegangen, was sich im Nachhinein als großes Glück erwiesen hat, denn geschrieben habe ich schon immer gern“, erzählt Matting.

Er schreibt als Redakteur für PCgo, Computerbild, WirtschaftsWoche und den Focus, heute noch freiberuflich u. a. für die Magazine SPACE, Telepolis und WISSEN Geschichte. Und er beginnt, Sachbücher zu veröffentlichen. „Komplizierte Sachverhalte verständlich zu erklären, macht mir großen Spaß. Ich glaube auch, dass jeder Mensch die Gesetze der Physik verstehen kann, und dass interessanter Mathe-Unterricht möglich ist!“

Mit seinem ersten Buch – einem Handbuch für den Kindle (E-Book-Reader – Gerät zum Lesen elektronischer Bücher) – landet er einen Bestseller! Über 100 000 Exemplare habe Matting insgesamt davon verkauft, die Masse in digitalisierter Form. In seinem Lebenslauf führt er im Jahr 2012 den Titel „Offizieller Amazon-Jahresbestseller“ auf.

Und jüngst führt er die Verkaufslisten mit seiner ersten „Hard Science Fiction“ – auf wissenschaftlichen Fakten gegründete Fiktion – wieder an: „Enceladus“ schaffte es bald in der Haupt-Kategorie „Science Fiction“ auf Platz 2; unter allen zirka 4 Millionen E-Books bei Amazon landete der Roman zwischenzeitlich auf Platz 30!

Wie kam es zu dem Roman über eine Expedition zum Saturnmond im Jahr 2046, um dort Spuren von Leben zu erforschen? Matting hat bereits Sachbücher verfasst wie „Die neue Biografie des Universums“ und „Kosmos und Universum in 60 Sekunden erklärt“. Die Recherche lief also eigentlich nebenbei. Wobei: Der Passauer Schriftsteller hat sogar per Mail Kontakt aufgenommen zu dem Erfinder eines Direct-Fusion-Antriebs, der im Auftrag der NASA entwickelt wird. „Michael Paluszek hat mir sogar eine Reiseroute für das bemannte Raumschiff in meinem Roman berechnet“, schmunzelt Matting.

Geschrieben habe er das Buch in nur einem Monat, der Nachfolger „Titan“ sei schon in Arbeit. „In meinen Science-Fiction-Romanen möchte ich die Faszination vermitteln, die das Universum ausstrahlt, aber auch seine riesigen Dimensionen und die harten Anstrengungen, die nötig sind, um es zu erobern. So, wie Kolumbus und Vasco da Gama ferne Welten entdeckt haben, gehen ,meine‘ Astronauten auf die Suche. Was ich beschreibe, ist gleichzeitig immer wissenschaftlich begründbar und könnte genau so irgendwann – und zwar in wenigen Jahren – passieren, während etwa ,beamen‘ oder überlichtschnelles Reisen, wie wir es aus ,Star Trek‘ und ,Star Wars‘ kennen, leider nie möglich sein werden. Dieses Genre nennt sich auch Hard Science Fiction. Zaubern wie in der Fantasy ist hier verboten.“

Neben vielen anderen Projekten widmet Matting sich „Selfpublisherbibel.de“, wo er seine Erfahrungen als Autor weitergibt. Denn der Wahl-Passauer hat sich vor über einem Jahr völlig selbstständig gemacht, publiziert seine Bücher ganz ohne Verlag.

Matting ist auch Mitglied einer Vereinigung der „24 der meistverkaufenden Indie-Autoren Deutschlands“ (über 10 Mio. Exemplare), den „Lieblingsautoren“. Diese haben auf der Buchmesse in Leipzig vom 23. bis 26. März einen Stand (Halle 5/D204). Matting ist sogar noch an einem zweiten Stand vertreten, dem des Selfpublisher-Verbandes e.V.

Matthias Mattings Vorliebe für wissenschaftlich korrekte Fiktion hat außerdem zu einem Handbuch für Krimi-Liebhaber und auch künftige Krimi-Autoren geführt: „Schöner sterben – Wie der Mensch wirklich stirbt“!


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