18.09.2015, 09:28 Uhr

Passau ist ein wahrer „Ort des Teilens“ Europäischer Kultur- und Pilgerweg „Martinusweg“ eröffnet

Der »Martinusweg« führt durch ganz Europa zu »Orten des Teilens«. Die Passauer Caritas ist so ein Ort. Deshalb überreichte Constantin Weihrich von der Martinusgemeinschaft ein Schild an Caritasvorstand Dr. Michael Bär (re.) und Prof Rainer Roth (mi.), der die Bayerische Wegstrecke organisiert hat. Foto: Caritas PassauDer »Martinusweg« führt durch ganz Europa zu »Orten des Teilens«. Die Passauer Caritas ist so ein Ort. Deshalb überreichte Constantin Weihrich von der Martinusgemeinschaft ein Schild an Caritasvorstand Dr. Michael Bär (re.) und Prof Rainer Roth (mi.), der die Bayerische Wegstrecke organisiert hat. Foto: Caritas Passau

Orte der Zuflucht. Orte des Teilens. Orte, wo Menschen in Not willkommen sind. Hilfe erfahren. Hochaktuell in diesen Tagen. Gerade in der Stadt Passau.

PASSAU / TOURS Dort kommen Tag für Tag Flüchtlinge auf ihrer Suche nach Heimat und Geborgenheit. Passau ist ein wahrer „Ort des Teilens“. So passt es ganz genau, dass am Donnerstag, 17. September, in der Dreiflüssestadt offiziell der „Martinusweg“ eröffnet wurde. Flüchtlinge am Bahnhof. Und gleichzeitig Pilger, die sich auf den Weg machen, um die Botschaft eines Heiligen weiterzutragen. Gut mit Menschen umgehen. Den Mantel teilen. Dafür steht der Martin, den wir alle kennen. Der römische Soldat, der auf einem Pferd sitzt und für einen Bettler am Wegrand seinen Mantel zerteilt.

Caritasvorstand Dr. Michael Bär sagte im Dom: Martinus sei ein Beispiel des Teilens. Ankommenden Flüchtlingen Einkehr schenken, Nahrung reichen, Sicherheit vermitteln. Das sei das große Zeichen aus der Stadt Passau. Solche Solidarität lasse hoffen. So sandte er die Pilger bewusst vom Martinsaltar im Stephansdom aus.

Die Gruppe geht nun in Bayern Richtung Landshut. Wie an einer Perlschnur reihen sich „Orte des Teilens“. Das wollen die Initiatoren, wie Professor Dr. Rainer Roth. Nicht einen rein meditativen Pilgerweg, sondern eine Strecke, auf der Gerechtigkeit und Solidarität gelebt und eingefordert wird. So sollen die Pilger in den nächsten Tagen caritative und soziale Begegnungen erleben können. Deswegen unterstützt die Caritas diese Initiative.

Zu Ehren des Heiligen wird damit der Kultur- und Pilgerweg von Szombathely in Ungarn bis nach Tours in Frankreich eröffnet. Anlass ist das 1700jährige Geburtsjahr des hl. Martin im kommenden Jahr. Den Auftakt für Bayern bildete der Gottesdienst im Stephansdom. Eine Route des Weges – eine Initiative des Deutschen Caritasverbandes in Kooperation mit der St. Martinus-Gemeinschaft Rottenburg-Stuttgart e.V. - nördlich der Alpen, führt von Szombathely, der Geburtsstadt des Heiligen, über Österreich nach Passau und von dort weiter über Landshut und Memmingen nach Baden-Württemberg, weiter nach Luxemburg bis Tours. Dort stirbt Martinus 397 als Bischof. Für den Constantin Weihrich von der Martinusgemeinschaft, die den Pilgerweg im Gesamten organisiert, ist ein großes Netzwerk christlich gelebter Solidarität wichtig.


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