13.04.2015, 21:44 Uhr

Mit 60 Prozent der Stimmen gewählt Georg Steiner ist Passaus neuer CSU-Chef

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Der Stadtrat bekam 107 von 176 gültigen Stmmen, sein Konkurrent Michael Hasenberger 69.

PASSAU Am heutigen Montag, 13. April, gegen 21 Uhr begann eine neue Ära für die CSU Passau Stadt: Der bisherige Kreisvorsitzende MdL Gerhard Waschler, der nach 19 Jahren als CSU-Chef – übrigens der längste, den die CSU Passau-Stadt jemals hatte – nicht mehr antrat, übergab das Zepter an Georg Steiner. Steiner (57) schlug in einer Kampfabstimmung seinen wesentlich jüngeren Konkurrenten Michael Hasenberger (30) mit 107 zu 69 Stimmen – das sind rund 60 Prozent für Steiner.

Ironie an der Wahl: Weil Passaus CSU in den vergangenen Jahren einen derartigen Mitgliederschwund verzeichnete, dass der Stadtverband laut CSU-Satzung keine Delegierten mehr zur Hauptversammlung mit Vorstandswahlen entsenden durfte, sondern eine Mitgliederversammlung einberufen musste, kamen soviele CSU'ler wie noch nie zur Wahl ihres neuen Chefs: 179 drängten ich beim Vogl auf der Ries in den überkochenden Saal! es zählten also keine Delegierten-Bataillone, sondern die Stimmen der CSU-Mitglieder

Entsprechend spannend war daher der Wahlgang, denn bis zum Schluss war nicht wirklich klar, wer das Rennen macht – der alte Polit-Fuchs und Linzer Tourismusdirektor Georg Steiner aus Heining oder der Youngster und aufstrebende Unternehmer Michael Hasenberger aus Grubweg. Es gab im Vorfeld weder für den einen, noch den anderen Kandidaten eine Empfehlung der scheidenden Kreisvorstandschaft. Dafür aber viele mediale Knüppel zwischen die Beine das agilen Georg Steiners, während sich Hasenberger eher still gehalten hat. Noch am Samstag sagte Steiner: „50 puls einer würden mir reichen."

Doch die Sterne standen gut – das sagte auch Steiners Horoskop für den heutigen 13. April, das ihm Veränderung und mehr Auslastung prophezeite. Die wird er jetzt haben, denn die CSU aus der Krise nach 19 Jahren wieder hin zu alter Stärke zu führen, ist eine wahre Herkules-Arbeit…


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