17.05.2016, 11:23 Uhr

Rund 50 Nigerianer und Somalier gerieten aneinander Ausufernder Streit nach Beleidigung in der Asylerstaufnahmeeinrichtung Peters

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Der Streit dieser beiden Nationalitäten verlagerte sich teils auch in die Aussiger Straße

WALDKRAIBURG Am Pfingstmontagnachmittag kam es gegen 13.30 Uhr in Waldkraiburg in der Erstaufnahmeeinrichtung Peters zu einer „unsittlichen“ Berührung eines 26jährigen Asylbewerbers nigerianischer Herkunft an der Brust einer jungen Frau somalischer Herkunft, die nach ersten polizeilichen Ermittlungen als Beleidigung strafrechtlich bewertet wird. Trotz der Anwesenheit der Polizeistreife und Sicherheitsdienstbeschäftigten uferte der in der Folge entstandene Streit unter etwa 40 bis 50 Bewohnern dieser beiden Nationalitäten aus, verlagerte sich zum Teil auch außerhalb der Unterkunft in die Aussiger Straße. Mit Unterstützung weiterer Polizeistreifen des Einsatzzuges, benachbarter Polizeidienststellen und von zwei Diensthundeführern konnte der tumultartige Streit beruhigt und schließlich beendet werden. Die Beamten nahmen dazu eine gefährliche Körperverletzung auf, da gegen 17.40 Uhr ein 27jähriger Asylbewerber somalischer Herkunft einem 16jährigen nigerianischen Asylbewerber mehrfach eine Kaffeetasse an den Kopf schlug. Der Verletzte kam mit einer Platzwunde in die Kreisklinik Mühldorf. Der Täter wurde in Gewahrsam bei der PI Waldkraiburg genommen, deren Dauer bis zum heutigen Dienstag ein Bereitschaftsrichter bestätigte. Der Richter kam dazu extra aus dem Landkreis Traunstein zur Polizeiinspektion. Des Weiteren mussten der anfangs genannte 26jährige Nigerianer sowie ein 23jähriger Mitbewohner aufgrund des Vorliegens medizinischer Gründe am späten Nachtmittag in die Bezirksklinik Inn-Salzach nach Gabersee eingeliefert werden. In einer -trotz des Feiertages- möglichen und guten Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Erstaufnahmeeinrichtung und dem Landratsamt Mühldorf sowie der Regierung von Oberbayern wurden drei Asylsuchende noch am Abend anderweitig untergebracht, um erneutem Streit entgegenzuwirken. Die Ermittlungen werden derzeit bei der PI Waldkraiburg fortgesetzt.


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