09.02.2011, 11:24 Uhr

Witziges Mitbringsel: Daniela Dorrer hat den „Stallduft aus der Dose“ entwickelt Aus Adlkofen kommt jetzt der Kuhstall für die Couch

Mit dieser Idee schießt Daniela Dorrer den Vogel ab: Sie packt den Duft der Kuhställe in kleine Dosen und vermarktet diese über das Internet.

ADLKOFEN Unsere mobile Welt ist um eine witzige Idee reicher: Das Telefon, den Computer oder den Kaffee zum Mitnehmen gibt’s ja schon lange: Das Unternehmen AgrarSolutions aus Adlkofen bietet jetzt den Kuhstall zum Mitnehmen an. Natürlich nicht einen ganzen Stall, aber zumindest dessen Geruch. Jungunternehmerin Daniela Dorrer erklärt die Geschäftsidee: „Unser ,Stallduft aus der Dose’ soll eine witzige Geschenkidee sein“ und biete den unverwechselbaren Originalgeruch eines Kuhstalls zum Hineinschnüffeln.

In der wiederverschließbaren Dose steckt ein textiler Geruchsträger, der den „Stallduft“ über mehrere Wochen speichert – je nachdem, wie oft man die Dose öffnet. „Unsere Zielgruppe sind vor allem Großstädter zum Beispiel aus München, die selten Gelegenheit haben, den Geruch eines Stalls wahrnehmen zu können. Weil sie keinen Stall vor der Haustür haben.“ Die Landeshauptstadt, aber auch Landshut seien bis dato die Hauptabnahmeziele des „Stalldufts aus der Dose“. Daniela Dorrer: „Bis jetzt sind wir nur im bayerischen Raum bekannt. Das ändert sich aber hoffentlich bald.“

Die Idee hatte die Adlkofenerin zusammen mit ihrem Freund, der aus einer Landwirtschaftsfamilie stammt. „Zuerst haben wir etwas herumgesponnen. Aber bald hatten wir eine genaue Vorstellung von dem Produkt.“ Nach viel Planungsarbeit, der Erstellung einer Homepage mit Online-Shop (www.stallduft.de) sowie der Fertigstellung der ersten 500 Dosen öffnete der Shop am 30. Dezember 2010 seine Online-Pforten.

Jetzt hofft Daniela Dorrer natürlich, dass ihre Geschäftsidee schnell bekannt wird. Aber in Zeiten von „Bauer sucht Frau“ könnte das gut möglich sein. Dann gibt’s beim Fernsehschauen gleich den passenden „Duft“ dazu. Und das für schlappe 5,95 Euro. So viel bzw. wenig (plus Porto) kostet der „Stallduft aus der Dose“ nämlich. Ein wahres Schnäppchen für Fans ausgefallener Mitbringsel.

Sollte sich die Adlkofener Dose zum Renner entwickeln, was Daniela Dorrer natürlich hofft, hat sie auch schon die nächsten Ideen in der Schublade bzw. in der Nase: „Wenn’s gut läuft, kann ich mir vorstellen, dass wir auch andere typische landwirtschaftliche Gerüche produzieren. Wie zum Beispiel den Geruch von Pferdestall oder Stroh und Heu.“


0 Kommentare