13.06.2014, 15:41 Uhr

Gewerkschaften rufen zum Warnstreik auf – Werkleiter sieht das kritisch Am Mittwoch fahren keine Stadtbusse

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Kampf um mehr Lohn im bayerischen Nahverkehr: In Landshut gibt es für kommenden Mittwoch, 18. Juni 2014, eine Warnstreikandrohung der Busfahrer. Das bedeutet, dass während des Streiks keine Stadtbusse fahren.

LANDSHUT Nach Informationen der Stadtwerke kann der Warnstreik den ganzen Tag über dauern. Busfahrgäste der Express- und Stadtlinien werden gebeten, auf andere Verkehrsmittel zurückzugreifen. Die Airport-Linie, die in Kooperation mit dem Omnibusunternehmen Scharf bedient wird, bleibt von der Streikaufforderung unberührt. Die Busse der Linie 9 und der Linie 14 fahren ebenso, da diese von der Firma Weingartner (9) bzw. von der Firma Speckner (14) bedient werden.

Die Gewerkschaften haben vergangene Woche das Tarif-Angebot der Arbeitgeber abgelehnt und die Verhandlungen abgebrochen. Nun rufen sie ihre Mitglieder zum Warnstreik auf. Die Arbeitgeber boten an, den Abschluss des öffentlichen Dienstes auf Bundesebene vom 1. April 2014 zu übernehmen: 3 Prozent mehr Lohn im ersten Jahr, aber mindestens 90 Euro und weitere 2,4 Prozent im darauffolgenden Jahr sowie 30 Urlaubstage für alle Arbeitnehmer. Die Gewerkschaften erachten dieses Angebot laut Pressemitteilung als „völlig unzureichend“.

Stadtwerke-Leiter Armin Bardelle sieht den Warnstreik kritisch. „Warum die Gewerkschaften ein Angebot ausschlagen, das für den öffentlichen Dienst bundesweit recht und billig ist, kann ich nicht nachvollziehen“, sagt der Werkleiter. „Und ich bin gespannt, ob die Bevölkerung für diese Maßnahme Verständnis zeigt oder sie ebenfalls für unpassend hält.“ Anteilig würden sich unangemessene Tarifabschlüsse künftig vermutlich in höheren Fahrpreisen niederschlagen.


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