28.01.2011, 09:11 Uhr

Hickhack um den Standort des neuen Wissenstempels Die Starkstromleitung und das neue Gymnasium

Das Hickhack um den Standort des neuen Landkreisgymnasiums scheint kein Ende zu nehmen. Bei der Kreistagssitzung am vergangenen Montag brachte Kreisrat Hans Weinzierl jetzt auf, dass eine Hochspannungsleitung direkt über das Grundstück in Ergolding geht, auf dem der neue Wissenstempel errichtet werden soll.

LANDSHUT-ERGOLDING „Bisher durfte man als Kreisrat  davon ausgehen, dass der Landkreis zum Bau des neuen Gymnasiums ein lastenfreies und voll erschlossenen Grundstück, mit einer Größe von ca. 30.000 Quadratmeter,  kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt. In keiner Situngsvorlage und auch in keiner der zahlreichen Vorberatungen wurde diese 110 KV-Hochspannungsleitung erwähnt.“

Man investiere 30 Millionen in eine neue Schule, eine Investition für die nächsten 50 Jahre, und handele sich dabei  ein solches Handicap ein, so Weinzierl. „Wir bauen schließlich keine Lagerhalle und selbst eine Wohnbebauung in der Nähe einer Hochspannungsleitung findet nicht viele Befürworter.“

Dem Antrag von Hans Weinzierl, auf Prüfung von Grundstücksalternativen bzw. Prüfung der Verkabelung einer 110 KV-Starkstromleitung wurde, stimmte eine große Mehrheit im Kreistag zu.

Ganz anders sieht es jedoch der Bürgermeister von Ergolding, Josef Heckner: „Wir haben immer schon dieses Grundstück angeboten. Im Oktober hat auch eine Besichtigung stattgefunden, bei der sowohl der Landrat als auch die Bauverwaltung dabei waren. Das Ergebnis war, dass das Gymnasium auf dem Grundstück ohne weiteres Platz hat.“

Zur Starkstromleitung meinte Heckner: „Die Starkstromleitung geht quer über Ergolding drüber, sie geht über den Sportplatz, übers Ergomar, über das Gewerbegebiet. Es gibt ja Regeln, wie weit man an so eine Starkstromleitung heranbauen darf. Und wenn die beachtet werden, dann muss das reichen.  Das kann ja nicht irgendein Kreisrat festlegen, wie weit man an die Starkstromleitung ranbauen darf oder nicht.“

Über den Antrag würde man im  Gemeinderats am 10. Februar sprechen, zuvor wolle Heckner darüber nichts sagen. 


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