19.03.2012, 09:59 Uhr

Rampf gegen Keyßner Ring frei zur Runde zwei im Plenum

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Eigentlich ging es nur um eine Lapalie: Darum, ob die Verwaltung ein Infoblatt für die Bürger entwerfen soll auf dem alle Vor- und Nachteile einer Westtangente aufgelistet sind. Doch das war der Gong für Runde zwei im Streit um die Westtangente zwischen Keyßner und Rampf.

LANDSHUT Bereits in Form von Pressemitteilungen waren die beiden einige Tage zuvor aufeinander losgegangen. Ausgelöst hatte den Streit ein Vorwurf seitens der CSU. Die hatte behauptet, in Keyßner würde in

Am Freitag ging es nun darum, ob das vom Stadtrat beschlossene Ratsbegehren in Sachen Westtangente bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts ausgesetzt wird und ob die Verwaltung besagtes Infoblatt für die Bevölkerung entwerfen soll. Während der erste Punkt unstrittig war, sorgte Punkt zwei für heftige Diskussionen.

Einige Stadträte, vor allem natürlich diejenigen, deren Sympathien auf Seiten der Bürgerinitiative liegen, bezweifelten, dass die Verwaltung neutral genug sei, um so ein Infoblatt ausgewogen zu erstellen. Vor allem aber war es der Auslöser für eine scharfes Wortgefecht zwischen Kayßner un dRampf: „Wenn ich Mitglied der Bürgerinitiative gewesen wäre, dann hätte ich auf ihre Beratung verzichtet“, so Rampf giftig an Keyßner. Und weiter: „Wo Sie ihre Stärken eingebracht haben, das war die Form der Fragestellung“, die den ganzen Ärger ausgelöst habe. Außerdem warf Rampf Keyßner vor, „ideologisch geprägt“ zu handeln und nicht im Interesse der Stadt. „Dagegen verwahre ich mich“, konterte Keyßner. Vielmehr könne man es als Ideologie sehen, das Bürgerbegehren „mal locker-flockig zurückzuweisen.“ Und weiter: „Ich kann zwischen meinen Rollen sehr wohl unterscheiden. Schicken Sie mich doch als Vertreter der Stadt zum Verwaltunsgericht in Regensburg“, so Keyßner.

Das lehnte Rampf wiederum dankend ab: „Da weiß ich ja jetzt schon, was dabei herauskommt.“ Richtig sei, so der Oberbürgermeister, dass man den Auwald mit einer Straße durchschneide. Realität sei aber auch was passieren werde, wenn man das nicht mache: „Dann ersticken in 30 Jahren 20.000 Menschen im Verkehr.“

Nachdem CSU-Stadtrat Helmut Radlmeier und zum Schluss dann auch FW-Mann Lothar Reichwein ein Ende der Debatte gefordert hatten, entschied sich der Stadtrat mit 23:14 Stimmen dafür, dass die Verwaltung ein neutrales Infoblatt erstellt.

Die Fronten zwischen Keyßner und Rampf indes bleiben verhärtet. Am Samstag zeigte sich Keyßner bereits wieder vor dem Rathaus beim Info-Stand der Bürgerinitiative.


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