21.09.2020, 11:35 Uhr

Treffen in Landshut Genussregion Niederbayern nimmt Fahrt auf

(V. li.) Dr. Olaf Heinrich, Lukas Dillinger und Michael Kreiner beraten nach den ersten Monaten der „Genussregion Niederbayern“ das weitere Vorgehen.  Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter(V. li.) Dr. Olaf Heinrich, Lukas Dillinger und Michael Kreiner beraten nach den ersten Monaten der „Genussregion Niederbayern“ das weitere Vorgehen. Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter

Der Genussmanager Lukas Dillinger berät mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich über Strategien, um die Genussregion Niederbayern zu realisieren.

Landshut. Mit der Einstellung von Lukas Dillinger vor drei Monaten hatten das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern und der Bezirk Niederbayern das gemeinsame Projekt „Genussregion Niederbayern“ gestartet. Nun berichtete Dillinger dem Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Michael Kreiner vom Amt für ländliche Entwicklung bei einem Gespräch in der Landshuter Bezirkshauptverwaltung von seinen jüngsten Erkenntnissen. Es folgte eine Beratung über die nächsten Schritte, um das Projekt ‚Genussregion Niederbayern‘ zu realisieren.

Ziele von des Projekts sind die Erhöhnung der Lebensqualität durch hochwertige, regionale Lebensmittel, der Umwelterhalt, die Erhöhung von Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion sowie eine Stärkung der heimischen Lebensmittelwirtschaft. Dies könne nur dann funktionieren, wenn sich ein roter Faden „vom Acker bis zum Teller“ ziehe und genug Transparenz gegeben sei, so Dillinger. Dennoch seien die Branchen, die im Zusammenhang mit der Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung stehen, wie etwa Landwirtschaft, Gastronomie, Handel und Tourismus, in Niederbayern noch weitgehend unvernetzt, so Dillinger. Das bedeute, dass jeder sozusagen sein eigenes Süppchen koche, Wertschöpfungsketten ungenutzt blieben und sich der Verbraucher Informationen über regionale Bezugsquellen nur mit großer Eigeninitiative verschaffen könne.

„Wir müssen die Nähe zur Erzeugung zurückgewinnen“, ist Kreiner überzeugt. Direktvermarkter zu fördern und mit möglichen Abnehmern zu vernetzen, sei eines der Ziele auf dem Weg zur Genussregion.

Insgesamt müsse man noch mehr Partner ins Boot holen, um Multiplikatoren zu gewinnen und die Vernetzung aller Beteiligten zu beschleunigen, so Dillinger.

„Ein probates Mittel um der Vernetzung in Niederbayern einen gehörigen Schub zu verleihen könnte auch die Gründung eines Vereins nach dem Vorbild des Niederbayern-Forums sein“, so Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich.


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