21.08.2020, 19:19 Uhr

Abfallwirtschaft Gemischtes Echo auf Neuerungen

Das Sperrmüll-Aufkommen ist an den Altstoff-Sammelstellen zuletzt stark angestiegen – die Abfallwirtschaft hat darauf reagiert, was nicht überall auf Verständnis trifft.  Foto: Landratsamt LandshutDas Sperrmüll-Aufkommen ist an den Altstoff-Sammelstellen zuletzt stark angestiegen – die Abfallwirtschaft hat darauf reagiert, was nicht überall auf Verständnis trifft. Foto: Landratsamt Landshut

Die Platzwarte der Altstoffsammelstellen berichten von Anfeindungen durch Anlieferer. Dies will die Abfallwirtschaft des Landkreises nicht hinnehmen. Die Verantwortlichen appellieren, die Abfälle unbedingt zu Hause vorzusortieren.

Landshut Landkreis. Die Bestrebungen des Landkreises zur Verringerung des Sperrmüll-Aufkommens stoßen nicht überall auf Verständnis: Das wissen die Platzwarte an den Altstoffsammelstellen und der Reststoffdeponie Spitzlberg zu berichten.

Die Platzwarte werden immer öfter Opfer von Beschimpfungen oder Anfeindungen durch manche Anlieferer. Dies will die Abfallwirtschaft des Landkreises nicht hinnehmen und stellt sich hinter ihre Mitarbeiter. „Unsere Platzwarte leisten hervorragende Arbeit. Sie sorgen dafür, dass die gesetzlichen Regelungen und die vom Umweltausschuss getroffenen Beschlüsse auch umgesetzt werden. Ohne Platzwarte würde es keine Sammelstellen geben“, verteidigt Sachgebietsleiter Gernot Geißler die ASS-Mitarbeiter.

Der Landkreis ist nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtet, möglichst viele Abfälle zu recyceln und wiederzuverwerten. Die Einnahmen aus der Verwertung fließen in den jährlichen Abfallwirtschaftshaushalt ein – je höher die Einnahmen, desto niedriger sind auch die Abfallgebühren pro Haushalt. Doch sind die abgegebenen Materialien stark verschmutzt oder nicht mehr zu trennen, bleibt keine andere Möglichkeit als die „thermische“ Verwertung (das Verbrennen des Abfalls), was ein absolutes Verlustgeschäft für die Abfallwirtschaft ist.

Dabei war flächendeckend zu beobachten, wie die „Trenn-Disziplin“ der Anlieferer stark nachgelassen hat: Oftmals wurden Abfälle unsortiert als Sperrmüll entsorgt. Auch wurde Restmüll, der eigentlich über die haushaltseigene Tonne entsorgt werden musste, in den Sperrmüll-Container geworfen. Um dem einen Riegel vorzuschieben, hat die Abfallwirtschaft dem zuständigen Umweltausschuss einige Neuerungen vorgeschlagen, die von den dortigen Mitgliedern auch geschlossen befürwortet wurden. So werden seit Juli dieses Jahres etwa keine benutzten Silofolien mehr angenommen – sie wurden zu großen Teilen zu verschmutzt für eine stoffliche Wiederverwertung angeliefert, wodurch letztlich nur der Sperrmüll als Option blieb. Auch fanden immer mehr Verpackungsmaterialien, die eigentlich in den gelben Sack gehören, den Weg in die Container.

Damit das sehr gut ausgebaute Abfallentsorgungssystem des Landkreises Landshut weiterhin im bestehenden Umfang angeboten werden kann, bittet die Abfallwirtschaft um Verständnis, dass hier die Mithilfe aller Beteiligten gefordert ist. Deshalb appellieren die Verantwortlichen, die Abfälle unbedingt zu Hause bereits vorzusortieren und alle eigenen bzw. dezentralen Entsorgungsmöglichkeiten zu nutzen (Restmüll-, Bio- und Papiertonne bzw. Gelber Sack). Die Abfallwirtschaft des Landkreises informiert auf der Homepage ausführlich, welche Reststoffe wie entsorgt werden können (https://www.landkreis-landshut.de/Landkreis-Einrichtungen/Abfallwirtschaft/Abfall-ABC.aspx). Eine dazugehörige App kann jederzeit kostenlos heruntergeladen werden. Bei Unsicherheiten oder Rückfragen stehen natürlich weiterhin die Abfallberatung und die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft zur Verfügung.


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