06.05.2020, 08:34 Uhr

Wegen Corona-Krise BMW will Stellen streichen

Das BMW-Werk in Landshut. Foto: SchmidDas BMW-Werk in Landshut. Foto: Schmid

Die Autohersteller bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise schmerzhaft zu spüren. Darunter leidet auch BMW. Dort sollen jetzt Stellen abgebaut werden, wie in jetzt bekannt wurde.

Bayern. Die Autohersteller bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise schmerzhaft zu spüren. Darunter leidet auch BMW. Dort sollen jetzt Stellen abgebaut werden, wie in jetzt bekannt wurde.

Der Autobauer hat wegen der Coronavirus-Pandemie seinen Ausblick im Kerngeschäft gesenkt und will die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Die Ziele sollten mit einer Mitarbeiterzahl erreicht werden, die leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde, teilte der Dax-Konzern mit.

Kündigungen soll es aber nicht geben. Erreicht werden soll der Abbau dadurch, dass frei werdende Stellen nicht mehr nachbesetzt werden. Wie viele Jobs verloren gehen und welche Standorte es wie stark treffen wird, das teilte das Unternehmen nicht mit.

Im Jahr 2019 hatte der Konzern noch rund 126.000 Beschäftigte weltweit. Eigentlich hatte der Konzern vorgehabt, die Zahl der Mitarbeiter im aktuellen Jahr zu halten. Doch wegen der Corona-Krise verschlechtert sich die Lage bei den ohnehin gebeutelten deutschen Autobauern weiter rapide.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in zahlreichen Märkten hielten länger an als bei Vorlage der Prognose Mitte März absehbar gewesen sei, hieß es in einem Bericht der Deutschen Presseagentur.

Besonders stark dürften sich die Auswirkungen der Krise im laufenden zweiten Quartal 2020 zeigen. Auch Volkswagen und Daimler hatten bereits ihre Geschäftsprognosen eingestampft und dabei jeweils vor Verlusten im zweiten Quartal gewarnt.

BMW hatte noch Mitte März zunächst wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 mit einer Produktionspause von lediglich vier Wochen gerechnet – nun sind es rund sechs Wochen geworden. Zudem laufen die Werke in Europa, Südafrika und Nordamerika noch nicht sofort wieder auf vollen Touren und es ist zweifelhaft, ob die Autokäufer sofort wieder Autos kaufen wie vor der Krise. Düstere Aussichten für de Automobilbranche.

Bereits im ersten Quartal hat der Autobauer unter der Corona-Krise gelitten. Zwar blieb das Ergebnis mit rund 574 Millionen Euro fast genauso hoch wie im Jahr zuvor, das lag aber vor allem daran, dass der Autobauer im Jahr 2019 eine 1,4 Milliarden Euro schwere Rückstellung für eine mögliche Kartellzahlung vornahm. Der Finanzchef des Unternehmens, Nicolas Peter, kündigte an, dass BMW im Jahr 2020 die Investitionen von 5,7 Milliarden Euro auf unter vier Milliarden Euro drücken werde.

Es gibt aber auch positive Nachrichten: Der Konzernumsatz ist in den ersten drei Monaten trotz deutlich gesunkener Autoverkäufe um 3,5 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro gestiegen. Das lag allerdings an „internen Verrechnungen“. − lw/pnp –


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