18.12.2019, 15:38 Uhr

Immobilien-Wahnsinn Eine Million für ein Haus – ganz normal in Landshut

Immobilien in Landshut sind richtig teuer. Ein siebenstelliger Betrag für ein Einfamilienhaus ist nichts Ungewöhnliches mehr.Immobilien in Landshut sind richtig teuer. Ein siebenstelliger Betrag für ein Einfamilienhaus ist nichts Ungewöhnliches mehr.

Neuer Rekordwert, was Immobiliengeschäfte in der Stadt Landshut betrifft. Erstmals wurden im Jahr 2018 Immobilientransaktionen für knapp mehr als 400 Millionen Euro registriert. Dabei wurden vor allem außergewöhnlich viele Eigentumswohnungen auf dem Markt umgesetzt. Für das Jahr 2019 wird wieder mit einem geringeren Geldumsatz gerechnet, wie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Rathaus zum Immobilienmarktbericht bekannt gegeben wurde. Er zeigt auch: Neue Einfamilienhäuser werden kaum noch gebaut – begehrt sind sie aber nach wie vor. Es werden zum Teil horrende Preise von bis zu einer Million Euro verlangt.

LANDSHUT Neuer Rekordwert, was Immobiliengeschäfte in der Stadt Landshut betrifft. Erstmals wurden im Jahr 2018 Immobilientransaktionen für knapp mehr als 400 Millionen Euro registriert. Dabei wurden vor allem außergewöhnlich viele Eigentumswohnungen auf dem Markt umgesetzt. Für das Jahr 2019 wird wieder mit einem geringeren Geldumsatz gerechnet, wie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Rathaus zum Immobilienmarktbericht bekannt gegeben wurde. Er zeigt auch: Neue Einfamilienhäuser werden kaum noch gebaut – begehrt sind sie aber nach wie vor. Es werden zum Teil horrende Preise von bis zu einer Million Euro verlangt.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Landshut hat im neuen Immobilienmarktbericht 2019 alle Grundstückstransaktionen ab dem Jahr 2016 bis einschließlich Juni 2019 analysiert und ausgewertet. Bei dem Pressetermin im Rathaus haben Oberbürgermeister Alexander Putz und der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte für den Bereich der kreisfreien Stadt Landshut, Florian Lang, die Zahlen präsentiert.

Im Bereich der kreisfreien Stadt Landshut pendelt der Geldumsatz jährlich bei etwa 300 Millionen Euro. 2018 wurden erstmals Immobilientransaktionen für knapp mehr als 400 Millionen Euro registriert, da unter anderem außergewöhnlich viele Eigentumswohnungen im Neubau auf dem Markt umgesetzt wurden. Für das Jahr 2019 wird wieder mit einem geringeren Geldumsatz gerechnet. Der Flächenumsatz betrug in 2018 im Bereich der Stadt Landshut 47 Hektar. Es werden jährlich rund 1.000 Kaufurkunden erfasst.

Der Markt für Baulandflächen wird in drei Teilmärkte aufgeteilt: Verkäufe im Bereich des individuellen Wohnbaulands (Ein-/Zweifamilienhäuser), des Geschoßwohnbaulands (Mehrfamilienhäuser) sowie dem Bauland für Wirtschaftsimmobilien (Gewerbe). Die Zahl der Transaktionen beim Geschosswohnbauland (jährlich knapp 20) bleibt genau wie der für Bauplätze für Wirtschaftsimmobilien (jährlich rund zehn) konstant. Merklich zurückgegangen von 100 Verkäufen in 2015 auf nur noch 29 Verkäufe in 2018 ist der Handel mit Bauplätzen des individuellen Wohnbaulandes, sprich das klassische Einfamilienhaus. Die großflächigen Baulandausweisungen in der nördlichen Wolfgangsiedlung oder Auloh sind mittlerweile fast flächendeckend vermarktet.

Das Preisniveau ist dabei in allen drei Teilmärkten gestiegen. Im Bereich Wohnbauland ist besonders markant seit 2014 jährlich eine Steigerung von teilweise merklich über zehn Prozent zu verzeichnen. Im Mittel wurden im 1. Halbjahr 2019 bereits über 600 Euro für den Quadratmeter Baugrund für den individuellen Wohnbau bezahlt.

Jährlich werden insgesamt rund 200 bebaute Grundstücken gehandelt. Dabei handelt es sich beim Großteil um Einfamilienhäuser (rund 70 Prozent). Bei den übrigen handelt es sich um Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser und andere Wirtschaftsimmobilien zu jeweils verschiedenen Anteilen.

Im Auswertezeitraum 2016 bis einschließlich 1. Halbjahr 2019 wurden über alle Lagen und Baualtersklassen im Mittel 565.000 Euro für ein freistehendes Einfamilienhaus bezahlt. Verkaufspreise von über einer Million Euro für freistehende Einfamilienhäuser sind keine Exoten mehr, liegen jedoch in der Regel in bevorzugten Lagen und weisen einen höheren Standard auf.

Der umsatzstärkste Bereich des Landshuter Immobilienmarktes ist nach wie vor der Markt der Eigentumswohnungswohnungen. Der Geldumsatz ist hier vom langjährigen Mittelwert mit rund 130 Millionen Euro je Jahr in 2018 erstmals auf über 170 Millionen Euro geschnellt. Jährlich werden gut 200 Wohnungen im Erstverkauf sowie rund 300 Wohnungen im Weiterverkauf gehandelt. Erstmalig wurde bei den Erstverkäufen ein Quadratmeterpreis von knapp über 6.000 Euro pro Quadratmeter registriert. Im Mittel des ersten Halbjahres 2019 wurden für Neubauwohnungen 5.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, für Weiterverkäufe 3.500 Euro pro Quadratmeter bezahlt.

Die Wohnflächenpreise variieren nach Lage und Ausstattung. So bewegten sich die Erstverkaufspreise in einer Spanne von rund 3.500 Euro bis 6.000 Euro, die Weiterverkaufspreise in einer Spanne von rund 1.500 Euro bis 5.900 Euro pro Quadratmeter. Die Eigentumswohnungspreise sind bei den Neubauverkäufen seit 2012 jährlich im Mittel um rund zehn Prozent, bei den Weiterverkäufen jährlich im Mittel sogar um rund 13 Prozent, gestiegen.

Der Immobilienmarktbericht kann beim Gutachterausschuss für den Bereich der kreisfreien Stadt Landshut in der Fleischbankgasse 310 als Druckversion für 45 Euro erworben werden. Digital ist der Grundstücksmarktbericht über www.boris-bayern.de für 35 Euro erhältlich.


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