20.01.2012, 14:38 Uhr

Drogerieriese in Nöten Schlecker meldet Insolvenz an

Laut einer Meldung von Spiegel Online soll der Drogeriemarkt-Riese Schlecker Insolvenz angemeldet haben. In dem hart umkämpften Markt habe die Kette letztendlich den Kürzeren gezogen. Auch in Landshut ist Schlecker mit Märkten vertreten.

DEUTSCHLAND Seit einiger Zeit schon habe die Drogerie-Kette einen harten Sparkurs gefahren, unter anderem etliche Filialen geschlossen. Ausgereicht habe das aber nicht, um die drohende Insolvenz abzuwenden, so das Hamburger Nachrichtenmagazin

Allein im Geschäftsjahr 2010 sei der Umsatz um rund 650 Millionen Euro auf rund 6,55 Milliarden Euro gesunken. 2011 sollen die Zahlen noch tiefer in den Keller gerutscht sein.

Das Unternehmen werde "kurzfristig" einen Antrag auf geplante Insolvenz stellen, um damit unter Gläubigerschutz den laufenden Unternehmensumbau voranzutreiben, teilte Schlecker mit. Auch der Geschäftsbetrieb der Drogeriemarktkette solle unverändert weiterlaufen. Die Zahlung der Gehälter für die Mitarbeiter sei über das Insolvenzausfall-Geld gesichert.

Der Insolvenzantrag sei ein "schwerer und notwendiger Schritt", teilte das Unternehmen weiter mit. "Ziel ist der Erhalt eines großen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze." Der Antrag werde direkt mit einem Vorschlag für die Unternehmenssanierung verbunden. Folgten die Gläubiger dem Plan, könne die alte Geschäftsführung unter Begleitung des Insolvenzverwalters im Amt bleiben.

Schlecker hatte nach drei Jahren mit Verlusten im November und Dezember 600 seiner ursprünglich knapp 8000 Filialen geschlossen. Einen Bericht, wonach bundesweit die Schließung weiterer 615 Filialen anstehe, wollte das Unternehmen nicht kommentieren.

Der Konzern hat in ganz Deutschland etwa 30.000 Mitarbeiter, im Ausland noch einmal 17.000. Hierzulande hatte die Kette zuletzt rund 7.000, außerhalb Deutschlands noch etwa 3.000 Läden. Ein großer Konkurrent von Schlecker ist vor allem der dm-Konzern, der seine Aktivitäten in den letzten Jahren immer stärker ausgebaut hat und auch im Landshuter Raum immer mehr Filialen eröffnet hat.

In Landshut war das Unternehmen zuletzt unter anderem in der Zweibrückenstraße, in der Klötzlmüller Straße, der Straubinger Straße und in der Inneren Münchner Straße präsent.


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