22.08.2019, 15:55 Uhr

Rückenwind für die Gegner Der Windpark bei Pfettrach wankt immer stärker


Der geplante Windpark bei Pfettrach (Gemeinde Altdorf) gerät mehr und mehr ins Wanken. Der Bayerische Verwaltungshof hat im Eilverfahren die Auffassung des Verwaltungsgerichts Regensburg im Falle des geplanten Windrades in Pfettrach bestätigt und hält die 10H-Regelung bei einem Anlagentyp-Wechsel für anwendbar.

PFETTRACH Die vom Landratsamt Landshut – im staatlichen Auftrag – erteilte Genehmigung ist damit voraussichtlich rechtswidrig. Das Hauptsacheverfahren am Verwaltungshof ist jedoch noch anhängig. Wann eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren fallen wird, ist noch nicht abzusehen.

„Die Entscheidungen des Verwaltungsgerichtes und des Verwaltungsgerichtshofes sind neu und stehen im Gegensatz zu den bisherigen rechtlichen Einschätzungen des zuständigen Ministeriums“, so die Pressesprecherin des Landratsamtes, Carina Weinzierl. Sie seien für das Landratsamt bei Erteilung der Genehmigung nicht vorherzusehen gewesen. Weinzierl weiter: „Vielmehr wird diese Entscheidung erhebliche Auswirkung auf künftige Genehmigungsverfahren bei einem Anlagentyp-Wechsel (das sogenannte „Repowering“) auch bereits errichteter Windkraftanlagen in ganz Bayern haben.“

Die Landesanwaltschaft Bayern befindet sich derzeit in Abstimmung mit den zuständigen Ministerien wegen der weiteren Vorgehensweise. Verfahrensgegner ist die Umwelt-Vereinigung „Verein für Landschaftspflege & Artenschutz“. In der Begründung für die Klageerhebung bezweifelt der Verein die Gültigkeit des ursprünglich für einen anderen Windradtyp genehmigten Bauantrags.

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) ist eine durch den Freistaat Bayern anerkannte, landesweit tätige Umwelt- und Naturschutzvereinigung. Die rund 9.000 Mitglieder setzen sich zusammen aus Naturliebhabern, Naturschutzexperten, Vereinen, Initiativen und bürgerlich-rechtlichen Stiftungen. Im Fokus des Vereins stehen die Bewahrung wertvoller Kulturlandschaften und der Artenschutz.


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