21.08.2019, 11:55 Uhr

Pilotprojekt am Agrarbildungszentrum Eine kleine Biogasanlage aus textilen Materialien

Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert (Mi.) übergibt den Förderbescheid des Bayerischen Staatsministeriums an Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re.) und Projektkoordinator Prof. Dr. rer. nat. Josef Hofmann von der Hochschule Landshut. (Foto:  Bezirk Niederbayern)Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert (Mi.) übergibt den Förderbescheid des Bayerischen Staatsministeriums an Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re.) und Projektkoordinator Prof. Dr. rer. nat. Josef Hofmann von der Hochschule Landshut. (Foto: Bezirk Niederbayern)

Offizieller Start eines spannenden Pilotprojekts: Am Dienstag übergab der bayerische Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert bei einem Medientermin in Landshut den Förderbescheid für ein Verbundprojekt. Auf dem Areal des bezirkseigenen Agrarbildungszentrums (ABZ) soll eine Demonstrations-Biogasanlage aus textilen Materialien für landwirtschaftliche Betriebe entwickelt und unter Einsatzbedingungen optimiert werden.

LANDSHUT Projektpartner sind die Hochschule Landshut (Projektkoordinator Prof. Dr. rer. nat. Josef Hofmann), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (Freising), die zum ABZ gehörende Landmaschinenschule Landshut, die Agrotel GmbH (Neuhaus am Inn/Landkreis Passau) und die Finsterwalder Umwelttechnik (Bernau am Chiemsee).

Der Bezirksausschuss hatte am 9. April dieses Jahres der Beteiligung am Verbundprojekt im ABZ vorbehaltlich einer Förderzusage des Freistaats zugestimmt. Laut Beschluss überlässt der Bezirk zur Errichtung der Biogasanlage und zur Durchführung des Projektes „durch Dritte“ unentgeltlich einen Grundstücksteil für die Dauer des Projektes. Darüber hinaus stellt der Bezirk das Substrat für die Biogasanlage aus dem landwirtschaftlichen Lehrbetrieb zur Verfügung und transportiert das Restsubstrat wieder weg. Mit dem Eigentümer der Biogasanlage, der Firma Agrotel, wurde ein sogenannter Grundstücksüberlassungsvertrag geschlossen. In diesem sind unter anderem auch Haftungsfragen geregelt.

Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert ist überzeugt: „Von dem Forschungsprojekt werden Impulse ausgehen für den Einsatz von Biogas als wichtigem Baustein für die Energiewende. Mit dem Projekt wird gezeigt, dass sich textile Materialien für den Bau einer Biogasanlage eignen, dass sich Biogas für kleine Betriebe lohnen kann und Biogasanlagen auch bezahlbar sind. Mit diesem Vorzeigeprojekt unterstützen wir die Bioenergie weiter als Allrounder-Talent und stärken die Versorgungssicherheit und Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sagte: „Erneuerbare Energien sind ein Mega-Thema der Zukunft und insbesondere kleinere Biogasanlagen erleben gerade eine Renaissance. Was in Landshut zur Marktreife gebracht werden soll, ist gerade für viele landwirtschaftliche Familienbetriebe interessant. Es wäre ideal, wenn durch das neue System nicht nur große Anlagen, für die in weiten Teilen Niederbayerns Mais angebaut wird, wirtschaftlich zu betreiben sind, sondern auch kleine Anlagen, die nur Gülle und Mist verwerten. Das sorgt für keinerlei Transporte beim Substrat.“


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