31.05.2019, 09:10 Uhr

Bauvorhaben des TSV Vilsbiburg Vorsitzender will sich mit Lärmgutachten für Tribüne absichern

Am Kunstrasen-Platz steht eine Tribüne. Nun sollen auch beim Rasenspielfeld überdachte Zuschauerränge gebaut werden. (Foto:  Tobias Grießer)Am Kunstrasen-Platz steht eine Tribüne. Nun sollen auch beim Rasenspielfeld überdachte Zuschauerränge gebaut werden. (Foto: Tobias Grießer)

Der Streit um die geplante Zuschauertribüne des TSV Vilsbiburg (das Wochenblatt berichtete) geht in die nächste Runde. Am Donnerstag vergangener Woche, 23. Mai, hatten sich Vereinsverantwortliche sowie betroffene Anlieger bei einem „Runden Tisch“ im Landratsamt getroffen, um eine erste Einschätzung des Bauvorhabens zu erhalten. TSV-Vorsitzender Friedhelm Eggemann war zufrieden nach dem Treffen: „Wir haben uns ausgetauscht und gegenseitig informiert.“

VILSBIBURG Da man noch keinen offiziellen Bauantrag eingereicht habe, sei für ihn eine Einschätzung der Fachbehörde bezüglich Baurecht und Lärmschutz äußerst hilfreich. Eggemann zum Wochenblatt: „Man hat uns zu verstehen gegeben, dass es baurechtlich keine Probleme mit der Tribüne geben dürfte, wir aber schalldämmend bauen müssen.“

Sehr interessant für ihn sei zudem die Aussage gewesen, dass eine Tribüne an der Spielfeldseite in Richtung der Karlstraße für die dortigen Anwohner um rund zehn Dezibel leiser wäre als Zuschauerränge auf der gegenüberliegenden, weiter entfernten Seite in Richtung der Tennisplätze. „Gerade dieser Aspekt spricht für unseren eigentlichen Standort“, so Eggemann weiter. „Wenn es den Nachbarn darum geht, dass die Zuschauer nicht in die Gärten schauen sollen, spricht nichts dagegen, die Hecke an dieser Seite wieder deutlich höher wachsen zu lassen. Wir sind jederzeit gesprächsbereit.“

Auch die Anwohner der Karlstraße seien offen für Gespräche, so deren Sprecher Helmuth Schindler, der sich vom „Runden Tisch“ mehr Konkretes erhofft hatte. „Der TSV Vilsbiburg ist jetzt in der Bringschuld, dass wir über Details sprechen können.“

TSV-Vorsitzender Friedhelm Eggemann will in dieser Angelegenheit nun ein Lärmschutz-Gutachten anfertigen lassen, „wenn der Vereinsausschuss grünes Licht gibt. Dann haben wir ein Ergebnis schwarz auf weiß.“ Im TSV-Gremium werde man auch abstimmen, „wie wir genau weitermachen. Schließlich müssen wir abklären, inwieweit die Kosten für die überdachte Tribüne durch eine schalldämmende Bauweise nach oben gehen.“

Er als Vereinsvorsitzender wolle sich in alle Richtungen absichern, auch wenn dadurch viel Zeit vergehe. Eggemann: „Jetzt warten wir schon so lange auf eine Tribüne. Da kommt es dann auf ein Jahr mehr auch nicht mehr an.“


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