24.05.2019, 10:57 Uhr

Flickenteppich adieu Die Wittstraße in Landshut wird ab 11. Juni saniert

Vom Kupfereck bis zum Josef-Deimer-Tunnel – die Wittstraße ist in weiten Teilen stark beschädigt. (Foto:  Staatliches Bauamt Landshut)Vom Kupfereck bis zum Josef-Deimer-Tunnel – die Wittstraße ist in weiten Teilen stark beschädigt. (Foto: Staatliches Bauamt Landshut)

Risse und Löcher im Asphalt, Spurrinnen, Flickstellen – Zustände, die auf der Wittstraße (B15) in Landshut bald der Vergangenheit angehören: Das Staatliche Bauamt Landshut investiert rund 1,2 Millionen Euro und saniert ab 11. Juni bis voraussichtlich Mitte August den Bereich zwischen dem Kupfereck und dem Josef-Deimer-Tunnel. Erste Vorarbeiten finden bereits ab dem 4. Juni statt. Für die Dauer der Arbeiten ist die Strecke ständig in mindestens eine Richtung befahrbar.

LANDSHUT Während die Wittstraße 2012 nur an der Oberfläche saniert wurde, wird sie diesmal von Grund auf erneuert – eine unumgängliche Maßnahme, um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten, wie Bauoberrat Robert Köhl, Abteilungsleiter für die Stadt und den Landkreis Landshut beim Staatlichen Bauamt Landshut, sagt: „Die Straße ist über die Zeit entwickelt worden. Bei unseren Bohrungen hat sich gezeigt, dass teilweise unter der Deckschicht gar keine Schottertragschichten vorhanden sind, sondern dass unter dem Asphalt Erde oder Schutt liegt. Die Tragschichten sind nicht tief genug, dadurch ist der Untergrund nicht ausreichend tragfähig; entsprechend gibt es Straßenschäden.“

Die Wittstraße ist mit etwa 20.000 Fahrzeugen täglich eine der am häufigsten benutzten Straßen im Stadtgebiet. Ab dem Spätsommer aber auch eine der neuesten – denn: „Die Wittstraße wird jetzt erstmals nach dem derzeit gültigen Standard instandgesetzt“, sagt Robert Köhl. In einem ersten Bauabschnitt von Juni bis August kommt die rund 420 Meter lange Strecke vom Kupfereck bis zum Josef-Deimer-Tunnel dran. Im zweiten Bauabschnitt (Zeitpunkt noch nicht fix, frühestens 2020) dann der Bereich vom Tunnel bis zur Luitpoldbrücke.

Das Staatliche Bauamt will die Beeinträchtigungen für alle Verkehrsteilnehmer möglichst geringhalten. „Wir bemühen uns immer, Baustellen im Stadtgebiet in die Ferien zu legen. Aber so lange Ferien gibt es nicht“, sagt Robert Köhl. Um die Instandsetzung so rasch wie möglich durchzuführen, hat sich das Staatliche Bauamt für eine sogenannte Tageslichtbaustelle entschieden: Gearbeitet wird von Montag bis Samstag jeweils so lange, wie es das Tageslicht zulässt.

Gleichzeitig bemüht sich das Staatliche Bauamt, die Wittstraße während der Bautätigkeit zu entlasten. Deshalb wird der Schwerverkehr der B11 und der B15 großräumig über die A92 respektive die B299 und die B388 umgeleitet – eine Umleitungsstrecke, die generell dem gesamten Fernverkehr empfohlen wird. Der Verkehr unter 3,5 Tonnen, insbesondere Anlieger sowie die Linien- und Schulbusse werden dagegen im Stadtbereich kleinräumig über die Innere Münchner Straße umgeleitet.

Die Maßnahme im Überblick:

- Noch vor Beginn der ersten Bauphase finden ab 4. Juni Vorarbeiten statt. Dabei werden die Bäume wurzelschonend aus dem Mittelstreifen herausgehoben und entlang der LAs14 zwischen dem Messegelände und der Fachhochschule dauerhaft eingepflanzt. Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird nur zwischen 9 und 16 Uhr und damit außerhalb der Stoßzeiten gearbeitet. Zudem wird lediglich im Arbeitsbereich jeweils ein Fahrstreifen in jede Richtung gesperrt.

- Danach beginnt ab 11. Juni die eigentliche Instandsetzung der Wittstraße in sechs Bauphasen, wobei für jede Phase eine eigene Verkehrsführung nötig ist.

- Die Arbeiten der ersten Bauphase finden mittig der Fahrbahn statt. Der Verkehr verläuft in dieser Zeit jeweils auf einem Fahrstreifen in jede Richtung.

- In der anschließenden zweiten Bauphase, plangemäß bis Ende Juni, verlagern sich die Arbeiten an den südlichen Fahrbahnrand. Der Verkehr verläuft in dieser Zeit zweispurig stadtauswärts und einspurig stadteinwärts.

- Die dritte Bauphase (Dauer eineinhalb Wochen bis voraussichtlich Anfang Juli) sieht Arbeiten am nördlichen Fahrbahnrand vor. Der Verkehr wird erneut an der Baustelle vorbeigeleitet, und zwar wiederum zweispurig stadtauswärts und einspurig stadteinwärts.

- In der vierten Bauphase (bis Mitte Juli) wird in der gesamten nördlichen Fahrbahnhälfte gearbeitet. Der Verkehr verläuft in dieser Zeit auf zwei Fahrspuren stadtauswärts. Der aus Richtung München stadteinwärts fließende Verkehr wird in dieser und in den folgenden beiden Bauphasen fünf und sechs – also bis zum Abschluss der Maßnahme Mitte August – über die Innere Münchner Straße und den Grätzberg zur Wittstraße geführt.

- Weiter gehen die Arbeiten in der fünften Bauphase in der gesamten südlichen Fahrbahnhälfte. Auf der Wittstraße stehen dann weiterhin zwei Fahrstreifen stadtauswärts zur Verfügung.

- In der sechsten und letzten Bauphase bis voraussichtlich Mitte August wird mittig (unter anderem Anpflanzung neuer Bäume) und an der gesamten südlichen Fahrbahnhälfte gearbeitet. In dieser Zeit ist auch stadtauswärts nur noch ein Fahrstreifen nutzbar, und zwar auf der nördlichsten Fahrspur. Diese schwerwiegendste Einschränkung wurde bewusst in die ersten Wochen der Sommerferien gelegt, um die Auswirkungen auf die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten.


0 Kommentare