22.05.2019, 13:36 Uhr

Seit den 1940er Jahren in Betrieb TenneT stellt erste Korridore für den Ersatzneubau der Juraleitung vor

Die bestehende Juraleitung P53 soll einem Ersatzneubau weichen. (Foto:  TenneT)Die bestehende Juraleitung P53 soll einem Ersatzneubau weichen. (Foto: TenneT)

Die seit den 1940er Jahren bestehende Versorgungs- und Transitleitung P53 soll schon bald verlegt werden, weil die Wohnbebauung an einigen Stellen mittlerweile sehr nah an die Leitung herangerückt ist. Mit einem Ersatzneubau, bei dessen Planung sich die Bürger beteiligen können, möchte man die Trasse der Leitung neu gestalten.

ALTHEIM Der in Bayern beheimatete Netzbetreiber TenneT ist verantwortlich für einen sicheren Betrieb von rund 4.500 Kilometer Höchstspannungsleitungen in Bayern und rund 11.000 Kilometern in Deutschland. Aufgrund der Nord-Süd-Ausrichtung seines Netzgebietes zwischen Schleswig-Holstein und Bayern trägt das Bayreuther Unternehmen maßgeblich zur erfolgreichen Integration erneuerbarer Energien in Deutschland bei.

In diesem Zusammenhang ist TenneT gesetzlich verpflichtet, neue Leitungen zu bauen und bestehende Leitungen zu modernisieren. Der Ersatzneubau Juraleitung zwischen dem mittelfränkischen Umspannwerk Raitersaich im Landkreis Fürth und dem niederbayerischen Umspannwerk Altheim im Landkreis Landshut ist eines der wichtigsten Projekte, um Bayern in Zukunft mit nachhaltig erzeugtem Strom zu versorgen und einen weiteren Ausbau dezentraler Anlagen zu ermöglichen.

Seit den 1940er Jahren ist die rund 160 Kilometer lange Versorgungs- und Transitleitung in Betrieb. Aufgrund des hohen Alters ist in den vergangenen Jahrzehnten an vielen Stellen die Wohnbebauung sehr nah an die Leitung herangerückt. Der Ersatzneubau bietet nun die Chance die Wohnbebauung zu entlasten.

Nach ersten öffentlichen Informationsrunden im vergangenen Jahr hat TenneT nun konkrete Korridorvarianten entwickelt, in denen später die Leitung verlaufen könnte. Diese Varianten sowie die weiteren Planungsschritte werden vom 23. Mai bis zum 7. Juni im Rahmen von zehn Infomärkten zur Diskussion vorgestellt. TenneT möchte dabei auch Planungshinweise und Anregungen der Kommunen, interessierter Bürgerinnen und Bürger sowie lokaler Vereine, Initiativen und Verbände mit aufnehmen. Ziel ist es, einen Leitungsverlauf zu finden, der im Vergleich zur bestehenden Leitung eine deutliche Verbesserung für Mensch und Natur mit sich bringt.

Dafür ist ab sofort auch im Internet unter folgendem Link:

https://gis.arcadis.nl/age_prod/juraleitung/

ein Online-Planungs-Tool freigeschaltet, über das sich alle Interessierten bis zum 31. Juli 2019 einbringen können.

TenneT veranstaltet einige Informationsmärkte, zwei davon im Landkreis Landshut:

am Montag, 3. Juni 2019, von 15 bis 20 Uhr im Gasthof Eigenstetter in der Marktstraße 19 in 84056 Rottenburg a. d. Laaber sowie

am Donnerstag, 6. Juni 2019, von 15 bis 20 Uhr in der Eskara am Savigneux-Platz 4 in 84051 Essenbach.


0 Kommentare