20.05.2019, 15:01 Uhr

Dominik Brunner Gedenkfeier für einen mutigen Mann


Anlässlich des 60. Geburtstags von Dominik Brunner hat die Dominik-Brunner-Stiftung am Samstag an die Zivilcourage ihres Namensgebers erinnert. Brunner war am 12. September 2009 am S-Bahnhof München-Solln Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens geworden und erlag kurz darauf seinen Verletzungen. „Nick hat nicht weggesehen, sondern selbstlos geholfen, als Schüler von Jugendlichen in der S-Bahn bedroht wurden“, sagte Claus Girnghuber, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Dominik-Brunner-Stiftung in seiner Ansprache.

ERGOLDSBACH Vor dem Dominik-Brunner-Haus in der Badstraße hatten sich rund 130 geladene Gäste versammelt. „Der Fall Dominik Brunner hat uns vor Augen geführt, dass wir alle – jederzeit und fast überall – Opfer von sinnloser Gewalt werden können. Dann wären wir froh, wenn jemand wie er uns helfen würde“, sagte Landrat Peter Dreier. Es gebe Ideale und Überzeugungen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. „Mut und Zivilcourage gehören zweifelsfrei dazu“, so Dreier. Man müsse das Thema weitertragen. „Der Mensch ist erst tot, wenn keiner mehr an ihn denkt“, zitierte Dreier Berthold Brecht.

„Er hat getan, was wir alle tun sollten“, betonte Ludwig Robold, Bürgermeister des Marktes Ergoldsbach. Der Name Dominik Brunner sei zum Synonym für Zivilcourage geworden und ist es bis heute geblieben.

In Gedenken an die mutige Tat und den besonderen Menschen hatten Familie, Freunde und Kollegen 2009 die Dominik-Brunner-Stiftung mit Sitz am Unternehmensstandort der Erlus AG in Neufahrn gegründet, wo Brunner im Vorstand saß. Seitdem verfolgt die Stiftung konsequent ihre Kernziele, Zivilcourage zu fördern und Opfern von Verbrechen zu unterstützen. Dass sie dabei viel bewegen konnte, verdeutlichten mehrere Pinnwände mit Zeitungsartikeln seit 2009, Fotos von Brunners 50. Geburtstag und die Geschichten der Vorbilder für Zivilcourage, die am Rande der Veranstaltung aufgestellt waren. „Die Stiftung ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Die letzten zehn Jahre haben mir deshalb die ganze Fatalität des Menschseins vor Augen geführt“, so Girnghuber.


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