10.01.2019, 12:01 Uhr

High-Tech aus Niederbayern Mars-Mission mit Know-how aus Landshut


Das Teil ist nur wenige Zentimeter groß. Ein kleines Kästchen aus Metall mit Keramikbauteilen, das in einem technischen Wunderwerk von der Größe eines Kühlschranks steckt. „Proba V“, so heißt der Satellit, den die Europäische Weltraumagentur ESA 2013 in den Orbit geschossen hat – mit High-Tech aus Landshut an Bord. Doch es geht noch weiter hinaus für Entwicklungen der „Schott AG – Business Unit Electronic Packaging“ aus Landshut. Die NASA schickt 2020 einen Spezialroboter zum Mars, um den Planeten besser als je zuvor zu erforschen. Mit dabei: Spezialglaspulver aus Landshut von Schott.

LANDSHUT Beim „Mars Oxygen ISRU Experiment“ (MOXIE) geht es um die Nutzung vor Ort vorhandener Rohstoffe. Das Experiment versucht erstmals, durch Elektrolyse von Kohlendioxyd reinen Sauerstoff aus der Marsatmosphäre zu gewinnen. Auf der Expedition werden die Stack-Materialien extremen Belastungen ausgesetzt: „Sie müssen nicht nur Vibrationen des Raketenstarts und den Landungsaufprall unbeschädigt überstehen, sondern auf dem roten Planeten von durchschnittlich -55 Grad Celsius auf über 800 Grad Celsius aufgeheizt werden“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Schott-Technologie umkreist derzeit aber auch die Erde in dem Satelliten „Proba V“. Der überwacht aus einer Höhe von 820 Kilometern täglich Wetter und Klimawandel, kontrolliert Missernten und beobachtet Wüstenausbreitung und Entwaldung. Mit an Bord ist ein neuer Halbleiter. Der steckt in einem hermetisch abgeriegelten Gehäuse, das Schott und Tesat-Spacecom gemeinsam entwickelt haben. „Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Ableitung von Wärme“, so Elisabeth Fey, Sprecherin von Schott in Landshut. Das Gehäuse muss die mit höchstmöglicher Effizienz nach außen leiten, damit die Leistung des Chips nicht beeinträchtigt oder das Bauteil beschädigt wird. Gewährleistet wird das durch spezielle Keramikbauteile, die in Landshut entwickelt wurden.

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