22.11.2018, 11:27 Uhr

Ein Hauch von Hollywood in Halle 60 Galadinner, riesige Drohnen „and the Winner is ...“ bei BMW Landshut


Riesige beleuchtete Ballondrohnen schwirren im Formationsflug über die Köpfe der Gäste im Landshuter BMW-Werk und überbringen Moderator Markus Othmer die Namen der Preisträger. Tänzer, Cellisten und eine Sängerin unterhalten das internationale Publikum, das an langen Tischreihen beim Galadinner in der Halle 60 sitzt. Wo normalerweise Komponenten für die Fahrzeuge des Konzerns entstehen, wurde am Mittwochabend gefeiert. Zum ersten Mal fand die Verleihung des „BMW Supplier Innovation Award“ nicht im Stammhaus des Autoherstellers in München statt, sondern in Landshut. Ein Zeichen der Wertschätzung für das größte Komponentenwerk des Konzerns, aber auch für die Zulieferindustrie. Der Innovationspreis ist so etwas wie der Oscar der Branche.

LANDSHUT Zwischen 70 und 80 Prozent der Bauteile eines Autos stammen mittlerweile von internationalen Zulieferern. Auch bei BMW ist das nicht anders. Die Qualität von Fahrzeugen wie dem 3er, 5er oder dem i8 hängt ganz entscheidend von den weltweiten Partnern ab. Sie sind gleichzeitig auch Ideenschmiede der Automobilindustrie. Um das zu würdigen und zu fördern, prämiert der bayerische Autohersteller seit einigen Jahren die besten Innovationen. „Eine gute Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ist die Basis, um die Versorgungssicherheit an allen unseren Produktionsstandorten weltweit und zugleich Innovationen in den Zukunftsfeldern der Mobilität zu gewährleisten“, sagte Andreas Wendt. Es war die erste öffentliche Rede, seit der ehemalige Dingolfinger Werksleiter im September zum Einkaufsvorstand der BMW AG bestellt worden ist.

Dass der Preis im Werk Landshut verliehen wurde, sei kein Zufall, sagte das Vorstandsmitglied vor 250 CEOs und Geschäftsführern der Top-Lieferanten: „Hier ist nicht nur ein Großteil unserer Inhouse Komponentenfertigung angesiedelt, sondern auch unsere Innovationsschmiede für Komponenten und innovative Lösungen.“

Verliehen wurden die Preise in fünf Kategorien. Im Bereich „Produktivität“ wurde das Unternehmen „3Con“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit BMW hat es die schnellste Presskaschieranlage der Welt gebaut. Die Anlage verbindet Nähkleider in Leder und Kunstleder mit einem Spritgussträgerteil in Taktzeiten von nur 30 Sekunden.

BASF gewann den Award in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ für seine Reduzierung des CO2-Ausstoßes und der Verankerung des Kampfes gegen den Klimawandel im Unternehmen.

„LG Chem“ wurde für seinen 12V Lithium Ionen Speicher prämiert, der das bisherige System aus zwei schweren Blei-Starterbatterien durch ein leichteres ersetzt.

Die Parkplatzsuche in 68 Städten Europas und den USA erleichtert der ConnectedDrive On-Street-Parking Service des Zulieferers Inrix. Das Navigationssystem zeigt Straßen grafisch an, in denen man sehr wahrscheinlich einen Stellplatz finden wird. Dafür gab es die Auszeichnung in der Kategorie „Digitalisierung“.

Für das „modulare Bedienzentrum Mittelkonsole“ wurde die Preh GmbH in der Kategorie „Emotional Experience“ prämiert. Statt vieler einzelner Schalter und Stecker gibt es nur noch ein Bedienelement.

Der BMW Supplier Innovation Award wurde mittlerweile zum fünften Mal an Partner des Konzerns verliehen.


0 Kommentare