08.08.2018, 11:45 Uhr

Landshuter Hochzeit Prinzen-Papa soll neuer Förderer-Chef werden


Die Förderer-Vorstandschaft hat ihren Wunschkandidaten für die Nachfolge des 1. Vorsitzenden Dr. Ernst Pöschl: Der Architekt Stefan Feigel soll in Zukunft an der Spitze des Vereis stehen.

LANDSHUT Sein Sohn Felix spielte im letzten Jahr den Bräutigam bei der Landshuter Hochzeit. Jetzt soll Stefan Feigel selbst eine Hauptrolle bei dem Verein „Die Förderer e. V.“ übernehmen, der alle vier Jahre das weltberühmte Historienfest in Landshut veranstaltet. Der 52-jährige Architekt wird, vorausgesetzt die Mitglieder stimmen zu, im November Dr. Ernst Pöschl an der Spitze des Vereins ablösen. „Stefan Feigel ist mein Wunschkandidat – und nicht nur meiner“, erklärte Pöschl auf Anfrage. Die gesamte Vorstandschaft werde den 52-Jährigen bei den Wahlen am 14. November unterstützen. Seit der letzten Landshuter Hochzeit im Jahr 2017 wird spekuliert, wer der Nachfolger des derzeitigen 1. Vorsitzenden wird. Damals hatte Pöschl angekündigt, dass es seine letzte Landshuter Hochzeit als Vorsitzender des über 7.000 Mitglieder zählenden Vereins sein werde.

Der 69-Jährige hatte das Amt insgesamt zwölf Jahre inne und galt bei den Förderern als absoluter Perfektionist. In einem Interview vor der letzten Landshuter Hochzeit erklärte der 69-Jährige, dass er sich der Belastung, eine weitere Landshuter Hochzeit mit 2.000 aktiven Darstellern als Hauptverantwortlicher zu organisieren, nicht mehr aussetzen wolle. 2014 hatte Pöschl bereits seine Führungsrolle beim weltweit größten Schnupftabak-Hersteller Pöschl Tabak in Geisenhausen aufgegeben. Er sei sich sicher, so Pöschl, dass Feigel seine Sache gut machen werde. „Es muss ja nicht jeder so ein i-Tüpferl-Scheißer sein wie ich“, sagte er auf Anfrage.

Feigel galt schnell als der Favorit für seine Nachfolge. Doch bislang war das noch ein gut gehütetes Geheimnis. Auch war nicht klar, ob der viel beschäftigte Architekt – sein Büro „Feigel-Dumps“ ist unter anderem federführend bei der Sanierung des Landshuter Eisstadions, bekam 2015 den Zuschlag für den Neubau des Berufsbildungszentrums in Vilshofen im Landkreis Passau und plante in Passau den Neubau der Doppelturnhalle Gisela-Schulen – überhaupt bereit dazu ist, die Verantwortung zu übernehmen. Am Montag erklärte er jetzt ganz offiziell, zur Wahl antreten zu wollen. Seine Aufgabe als neuer Vorsitzender, so er denn gewählt werde, sehe er darin, das hohe Niveau der Aufführung der Landshuter Hochzeit halten zu wollen. „Wenn wir das schaffen, dann haben wir viel erreicht“, so Feigel. Der 52-jährige war insgesamt 13 Jahre lang in der Vorstandschaft der Förderer und gehörte früher zu der Gruppe der Handwerks-Zünfte. Verantwortlich war er bei den vergangenen Aufführungen in erster Linie für die vielen Aufbauten auf dem Festgelände. Ähnlich wie Pöschl ist auch Feigel ein Perfektionist.

Bislang gibt es keinen Gegenkandidaten. Dass Feigel das Rennen machen wird, scheint so gut wie sicher, auch wenn er bei der Versammlung im November noch gewählt werden muss und bis zu zwei Wochen vorher Kandidaten für das Amt benannt werden können.

Felix Feigel spielte bei der letzten Landshuter Hochzeit den Bräutigam. (Foto: pm)

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