23.07.2018, 12:07 Uhr

Neues Werk in Vilsbiburg Flottweg SE pumpt 40 Millionen Euro in die Region


Schade ist, dass dem Mammutprojekt am Stadtrand von Vilsbiburg ein Hopfenfeld weichen musste. Das bedauert als bekennender Biertrinker sogar der Vorstandssprecher Fritz Colesan. Doch was dort derzeit entsteht, ist dafür wirklich gewaltig und wird den Wirtschaftsmotor der Region auf Touren bringen: Flottweg SE, der Weltmarktführer für mechanische Trenntechnik, zu dessen Kunden Marken wie Coca Cola oder Shell gehören, expandiert und baut neben der Bundesstraße B299 das „Werk 2“.

VILSBIBURG Insgesamt 40 Millionen Euro pumpt das Unternehmen in das Projekt. Am Montag fand im Beisein von Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Landrat Peter Dreier und Bürgermeister Helmut Haider der offizielle Spatenstich statt. Schon Ende 2019 sollen die neuen Produktionshallen in Betrieb gehen.

Bei der Maßnahme handelt es sich um die größte Bau-Investition in der Geschichte des Unternehmens. Auf 55.000 Quadratmetern entstehen nicht nur neue Produktionshallen, sondern auch ein Hochregallager, ein neues Bürogebäude mit Besprechungs- und Sozialräumen, eine Kantine und 175 Arbeitsplätze.

Notwendig wird der Neubau aufgrund des nachhaltig wachsenden Auftragseinganges und der erhöhten Fertigungstiefe des Unternehmens. Zudem positioniert sich Flottweg seit Jahren bereits als Lösungsanbieter. Das Verbauen von Maschinen in Container beanspruchte zusätzlich die Kapazitäten.

Im Jahr 2012 hatte Flottweg SE in seiner „Strategie 2020“ geplant, bis zum Jahr 2020 von rund 155 Millionen Euro Umsatz auf 240 Millionen Euro zu wachsen. Diese Marke wird das Unternehmen wohl wesentlich früher nehmen. „Wir haben heuer bereits einen Auftragseingang von 240 Millionen Euro“, so Colesan am Montag. Die neuen Hallen könnte das Unternehmen also jetzt schon gut gebrauchen.

Erfreut von der gewaltigen Investition in den Heimatstandort zeigte sich die Politik. Für Landrat Dreier, Regierungspräsident Haselbeck und natürlich den Vilsbiburger Bürgermeister ist das Projekt ein klares Bekenntnis zur Region. Haselbeck: „Es sind Unternehmen wie Flottweg, die Niederbayern stark gemacht haben.“

Flottweg stellt Dekanterzentrifugen, Separatoren und Bandpressen her, das Produktportfolio umfasst einen eigenen Anlagenbau und Automatisierung. Das neue Werk wird langfristig die Produktionskapazitäten verdoppeln. Zudem werden die Materialströme verbessert und die Außenlager aufgelöst.


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