20.07.2018, 11:05 Uhr

Amnestie ist zum 1. Juli abgelaufen Die Landshuter haben die Waffen rausgerückt!

Eine Waffensammlung im Bundeskriminalamt. (Foto: BKA)Eine Waffensammlung im Bundeskriminalamt. (Foto: BKA)

Über 200 Waffen sind bis zum 1. Juli in der Behörde abgegeben worden. Vor wenigen Wochen ist die Frist der Waffen-Amnestie ausgelaufen.

LANDSHUT Im Rahmen der Amnestie wurden im Landratsamt Landshut bis zum 1. Juli insgesamt 202 Waffen abgegeben. „43 davon waren in legalem Besitz, also waren 159 Waffen illegal im Besitz eines Bürgers gewesen“, erklärt Carina Weinzierl, Pressesprecherin des Landratsamtes, auf Wochenblatt-Anfrage. Bei den Waffen habe es sich um Lang- und Kurzwaffen gehandelt.

Auffällig sei zudem gewesen, so die Sprecherin, dass eine sehr große Menge an Munition herausgerückt worden sei. Aus illegalem Besitz wurden 13.092 Schuss Munition sowie 1.615 Schuss aus legalem Besitz abgegeben. Aktuell sind im Landkreis Landshut rund 17.500 Waffen registriert.

Allerdings werden wohl nicht alle illegalen Waffen bei der Behörde eingereicht worden sein. Kurz: Es sind sicher noch einige erlaubnispflichtige Waffen ohne Genehmigung im Umlauf. Da die Amnestiefrist zum 1. Juli endete, drohen den Besitzern dieser Waffen Geld- oder sogar Freiheitsstrafen.

Die abgegebenen Waffen werden ans Landeskriminalamt München übergeben. Nur in Ausnahmefällen werden sie danach aufbewahrt – zum Beispiel, wenn die Waffen zu Ausbildungszwecken noch von Nutzen sind. Ansonsten werden die Waffen nach und nach vernichtet.

Die befristete Amnestieregelung wurde im Zuge einer Änderung des Waffengesetzes im vergangenen Jahr eingeführt und ist zum 6. Juli 2017 in Kraft getreten.


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