31.05.2018, 21:46 Uhr

Mähroboter sind auf dem Vormarsch Auf Kante gemäht: Am allerbesten funktioniert das Chaos-Prinzip


Es gibt in jeder Familie, bei jedem Paar, ganz fixe Termine in der Woche: Stammtisch, Fußballtraining, Lieblings-Fernsehserie. Oder auch Rasenmähen. Doch gerade in Familien mit Vollzeit arbeitenden Eltern oder gestressten Erwachsenen gibt‘s hier regelmäßig „Terminschwierigkeiten“: Wenn man Zeit hätte, regnet‘s gerade – und wenn das Wetter schön ist, hat man oftmals keine Zeit.

LANDSHUT Da ist es fast logisch, dass vollautomatische Mähroboter voll im Trend sind. „Die Verkaufszahlen steigen rasant“, hat Philipp Melnik, Spezialist für Mähroboter bei Reif – Kommunal- und Garten-Technik, festgestellt. „Der Markt explodiert gerade dermaßen, dass es teilweise zu Wartezeiten von zwei bis drei Wochen kommen kann. Der Boom ist aktuell da – und wird noch weitergehen!“

Denn ähnlich wie auch bei Staubsauger-Robotern biete der Einsatz von Robo-Mähern eine enorme Zeitersparnis. Melnik zum Wochenblatt: „Das Hauptargument beim Kunden ist eindeutig der Freizeitgewinn. Dann nimmt man gern mehr Geld in die Hand als für einen herkömmlichen Rasenmäher.“

Allerdings, sagt Philipp Melnik, zeige die Erfahrung, dass sich die automatischen Mäher nicht bei jedem Interessenten anbieten. „Bei jedem dritten Grundstück raten wir vom Roboter ab. Zum Beispiel bei sehr, sehr großen, recht ungepflegten oder hügeligen Gärten – und auch bei winzigen Grundstücken ist ein Rasenmäher besser.“

Mittlerweile habe die Firma Reif rund 200 zufriedene Kunden mit Mährobotern – und es werden stetig mehr. Schließlich muss sich der Gartenbesitzer nur noch wenig um den Rasen kümmern, die Robo-Mäher sind nämlich fast täglich unterwegs. Dadurch kappt der Mäher nur die oberste Spitze der Halme. Das millimeterkleine Schnittgut bleibt liegen und verrottet (wie beim Mulchmähen). Das Ergebnis: Durch das permanente Trimmen wächst ein dichtes Grün, das es auch dem Unkraut schwerer macht.

Allerdings ist es mit dem Kauf des Roboters allein nicht getan. Der Mähbereich wird durch einen dünnen Draht, der unter der Erde verlegt wird, begrenzt. „Das macht am besten ein Fachmann“, sagt Philipp Melnik, der weiß, dass es hier auf exakte und zuverlässige Arbeit ankommt. Schließlich soll der Rasen auch gründlich und exakt geschnitten werden – am besten natürlich bis zur Kante. Melnik: „Wenn die Vorarbeit stimmt, arbeiten die Mähroboter autark. Sie fahren auch selbstständig zur Ladestation.“

Ein festes Mähmuster gebe es bei den allermeisten Geräten nicht. Melnik: „Es hat sich herausgestellt, dass das Chaos-Prinzip das einzige System ist, das wirklich problemlos funktioniert.“


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