08.04.2018, 08:37 Uhr

Sparkassen-Bilanz 2017 Der Laden brummt!

Bei diesem Ergebnis ist die Laune bei Oberbürgermeister Alexander Putz, (2. v. re., Mitglied im Sparkassen-Aufsichtsrat) und Vorstandsvorsitzender Dietmar Bruckner (2. v. li.) natürlich prächtig. Mit im Bild: Sparkassen-Vorstand Helmut Muggenthaler und stellvertretender Vorstand Frank Böhm (re.). (Foto: Schmid)Bei diesem Ergebnis ist die Laune bei Oberbürgermeister Alexander Putz, (2. v. re., Mitglied im Sparkassen-Aufsichtsrat) und Vorstandsvorsitzender Dietmar Bruckner (2. v. li.) natürlich prächtig. Mit im Bild: Sparkassen-Vorstand Helmut Muggenthaler und stellvertretender Vorstand Frank Böhm (re.). (Foto: Schmid)

Eigentlich könnte man das das Geschäftsjahr 2017 der Sparkasse mit einem Satz beschreiben: Der Laden brummt.

LANDSHUT Es gibt nur einen Wermutstropfen. Doch mit dem hat man sich abgefunden und er kann die Freude über den Erfolg kaum trüben. Da Banker eher nicht zu überschwänglichem Jubel neigen, egal wie gut die Lage ist, hört sich das bei Vorstandsvorsitzenden Dietmar Bruckner so an: „Mit der geschäftlichen Entwicklung ist die Sparkasse in Anbetracht des anhaltend niedrigen Zinsumfelds zufrieden.“

Die in 0-Zins-Zeiten haben aber auch ihre guten Seiten, Wer erfolgreich sein will, der muss sich was einfallen lassen und ins Zeug legen. Das zahlt sich aus. Wer also jetzt erfolgreich ist, der kann gelassen in die Zukunft blicken. Das ist bei der Sparkasse der Fall.

Zu Hilfe kommt den niederbayerischen Bankern natürlich die hervorragende wirtschaftliche Situation in der Region. Der Konsum ist hoch, die Arbeitslosenzahlen sind im Keller. Vor allem aber läuft das Baugeschäft. Wegen des niedrigen Zinsniveaus investieren die Leute in Immobilien. „In diesem wirtschaftlichen Umfeld ist das Volumen der ausgereichten Wohnungsbaufinanzierungen spürbar gestiegen“, so Bruckner. Gezeigt hat sich aber auch, dass die Landshuter trotz der Aussicht auf nahezu 0 Prozent Zinsen ihr Geld weiterhin auf ihr Sparkasse-Konto einzahlen. Die Einlagen haben sich erhöht.

In Zahlen sieht das Geschäftsjahr so aus: Die Bilanzsumme ist um rund 270 Millionen Euro auf 3.951 Milliarden gestiegen und liegt damit um 7,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres. „Dies ist eine der höchsten Steigerungen in Bayern“, so Bruckner, der das als „enormen Vertrauensbeweis“ wertet.

Dass die Sparkasse weiß, mit Geld umzugehen zeigt folgende Zahl: 61,25 Euro musste man aufwenden, um 100 Euro zu verdienen (Cost-Income-Rate). Auch das ist „deutlich besser als der Durchschnitt der Sparkassen in Bayern“.

Das Kreditgeschäft ist um 4,9 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gewachsen. „Die Sparkasse konnte somit das gesteckte Wachstumsziel von 3,9 Prozent und den Durchschnitt der bayerischen Sparkassen von 3,8 Prozent übertreffen“, sagt Bruckner. Im Wohnungsbaubereich wurde 2017 gar das beste Ausleihergebnis aller Zeiten erreicht. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr eine Summe von rund 437 Millionen Euro an Krediten neu ausgereicht. Das sind über gut 1,7 Millionen Euro an jedem Arbeitstag.

Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 189 Millionen Euro bzw. 6,7 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro und waren damit im Wesentlichen für das Bilanzsummenwachstum verantwortlich. Auch das liegt weit über dem Durchschnitt der bayerischen Sparkassen. „Ungebrochen war bei allen Anlegerschichten der Trend, sowohl fällige Gelder aus längerfristigen Anlagen als auch aus Einlagenzuflüssen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, auf Geldmarkt- und Vermögenssparkonten zu parken.

Der Immobilienboom hat dafür gesorgt, dass die Vermittlungsprovisionen trotz Konkurrenz durch die örtlichen Makler um fast 25 Prozent gesteigert wurden. „Damit wurde in diesem Segment das beste Ergebnis in der Geschichte der Sparkasse erzielt.“

Insgesamt hat die Sparkasse einen Jahresüberschuss von rund 3,8 Millionen Euro erzielt. 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr.


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