09.11.2011, 11:49 Uhr

OB-Vertrauter Link soll für Ordnung sorgen Aufpasser für das Klinikum

Thomas Link, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, ist verantwortlich für die Umsetzung des Notfallplans in Landshut. Foto: lwThomas Link, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, ist verantwortlich für die Umsetzung des Notfallplans in Landshut. Foto: lw

Nun zieht OB Hans Rampf konkrete Konsequenzen aus den kritikwürdigen Zuständen am Landshuter Klinikum, über die das Wochenblatt in den letzten Wochen mehrfach berichtet hat.

LANDSHUT In seiner Eigenschaft als Chef des Aufsichtsrates hat Rampf bei der Sitzung dieses Gremiums am Montag bekanntgegeben, dass sein Vertrauter und Persönlicher Referent Thomas Link bis auf weiteres „mehrere Tage in der Woche” im Krankenhaus nach dem Rechten sehen werde.

Diese Personalentscheidung sei „im Einvernehmen mit Geschäftsführung und Betriebsrat” getroffen worden, so der OB gestern auf Anfrage. Rampf lässt aber keinen Zweifel daran, dass es seine Idee war, Link in die nächste Umgebung von Klinikums-Chef Dietmar Bönsch zu entsenden: „Wenn’s bei einem bestimmten Thema eng wird, muss sich irgendwann der oberste Mann fragen lassen: ‘Was haben eigentlich Sie getan, damit es besser wird?’” Dieser Verantwortung wolle er nun gerecht werden, so der OB.

Mit einiger Verzögerung bestätigt Rampf damit, dass auch er erhebliche Mängel im Krankenhaus erkannt hat. Er nennt „die Kommunikation, die Öffentlichkeitsarbeit, das Beschwerdemanagement und solche Dinge”. Hier gebe es Handlungsbedarf, hier soll der Persönliche Referent nun den Laden neu ordnen.

Link soll nach den Vorstellungen seines Chefs „ungefähr ein halbes Jahr” zwischen seinem alten Schreibtisch im Rathaus und einem zweiten im Klinikum pendeln. „Klar, dass dort wahrscheinlich nicht alle Hurra schreien”, gibt sich Rampf realistisch. Andernorts wird man deutlicher. Im Klinikum, so ist an anderer Stelle im Rathaus zu hören, „haben die noch gar nicht verstanden, was jetzt auf sie zukommt”.


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