28.03.2018, 15:35 Uhr

Juristisches Nachspiel nach explosivem Fund 133 Gasflaschen, ein gewaltiger Einsatz und die Kostenfrage


Polizei, Feuerwehr, THW und Kampfmittelräumdienst tagelang im Dauereinsatz. Anwohner, die in ein Ausweichquartier ziehen mussten. Dazu eine Entsorgungsaktion, die es so noch nicht in Landshut gegeben hat und die am Freitag, eine Woche nach dem Fund von 133 alten Gasflaschen auf der Baustelle der neuen Feuerwache in der Oberndorfer Straße noch angedauert hat. Flasche für Flasche musste von Experten in einer Kiesgrube bei Landshut kontrolliert gesprengt werden. Da drängt sich eine Frage auf: Wer zahlt das eigentlich alles?

LANDSHUT Wie hoch die Kosten durch den explosiven Fund auf dem ehemaligen Schrott-Platz sein werden, ist laut dem Pressesprecher der Stadt Landshut, Johannes Viertlböck, auch wegen der am Freitag noch laufenden Entsorgungsaktion derzeit noch völlig unklar. Klar ist aber: Das Rathaus wird ganz genau beobachten, was die Angelegenheit kosten wird – und sie wird prüfen, ob sie Regressansprüche geltend machen kann. „Derzeit laufen noch die Ermittlungen der Polizei“, so Viertlböck. Die ermittelt wegen eines möglichen Umweltvergehens und wer die Verantwortung dafür hat. Dass man Gasflaschen so nicht entsorgt, wie auf dem ehemaligen Schrottplatz-Gelände, das scheint aber jetzt schon klar zu sein.

Am Freitag im Bausenat machte BfL-Stadtrat Bernd Friedrich schon einmal klar, dass man nicht bereit sei, die Sache einfach zu vergessen und zur Tagesordnung überzugehen. Er sei bereits von zahlreichen Bürgern wegen der aufsehenerregenden Aktion angesprochen worden. Er wollte deshalb wissen, wer die Verantwortung trägt und am Ende für die Kosten, die allein wegen der geleisteten Einsatzstunden beträchtlich sein dürften, haftet.

Laut Oberbürgermeister Alexander Putz werde die Sache ganz genau geprüft und vor allem auch, ob es hier Versäumnisse gegeben hat. Sollte ein Schuldiger gefunden werden, kann der sich schon einmal auf eine saftige Regressforderung einstellen.

Die Stadt hatte das Gelände gekauft, um dort die neue Feuerwache zu bauen. Wegen der Nähe zum Bahnhof, der im Krieg durch ein gewaltiges Bombardement regelrecht ausradiert worden war, musste das Gelände auf Blindgänger untersucht werden. Nicht schlecht gestaunt hat man dann, als man dann auf die 133 Gasflaschen gestoßen war, von denen 98 gesprengt werden mussten.


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